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Dichtung

Bürsten schützen vor Korrosion und Schmutz

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Um den störungsfreien Betrieb von Windkraftanlagen möglich zu machen, müssen empfindliche Bauteile vor Korrosion durch Wasser und Schmutz geschützt werden. Mink Bürsten sind eine flexible Wahl.

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1. Rotor: bei Pitch-gesteuerten Anlagen dichten flexible Bürsten die Blattverstellung ab. 2. Gondel: vielfältige Abdichtlösungen bei Übergängen von Dachelementen zur Seitenwand, von der Seitenwand zu den Bodenelementen sowie bei allen konstruktionsbedingten Öffnungen, wie bei der Gondel zur Rotorwelle oder bei Revissionsöffnungen.3.Abdichtung im Drehbereich (Azimutverstellung) der Gondel zum Turm.
1. Rotor: bei Pitch-gesteuerten Anlagen dichten flexible Bürsten die Blattverstellung ab. 2. Gondel: vielfältige Abdichtlösungen bei Übergängen von Dachelementen zur Seitenwand, von der Seitenwand zu den Bodenelementen sowie bei allen konstruktionsbedingten Öffnungen, wie bei der Gondel zur Rotorwelle oder bei Revissionsöffnungen.3.Abdichtung im Drehbereich (Azimutverstellung) der Gondel zum Turm.
(Bild: Mink)

In Offshore-Anlagen herrscht durch das Seewasserklima in Turm und Gondel eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Dies hat zwei Gründe: Zum einen setzt sich, bedingt durch die wärmeren Temperaturen im Inneren der Gondel und an den kalten Außenwänden Kondensationsfeuchtigkeit ab, die zu Korrosion und Kurzschlüssen der elektrischen Anlagen führt. Zum anderen dringen Nebel, Regen und die allgemein hohe Luftfeuchtigkeit durch die Öffnungen an der Gondel ein und erhöhen die Feuchtigkeit im Inneren. Der hohe Salzgehalt der Luft beschleunigt die Korrosion zusätzlich.

In enger Zusammenarbeit mit branchenführenden Unternehmen der Windkraftindustrie entwickeln einfallsreiche Konstrukteure bei Mink Bürsten Abdichtkonzepte mit Bürsten. Durch die Flexibilität und den zahlreichen punktuell arbeitenden Fasern unterscheidet sich die Bürste deutlich von vergleichbaren Werkstoffen, wie z. B. Gummi oder Schaumstoff. Seewasserklimatische Einflüsse werden zuverlässig abgeschirmt und gleichzeitig kann ein Kondensationsfeuchteaustritt realisiert werden, was bei Gummi oder Schaumstoff nicht bzw. nicht optimal gelöst werden kann.

Bürsten gegen Salzwasser

Die Nenngeschwindigkeit der Windkraftanlage wird über die verstellbaren Rotorblätter gesteuert. Die Zahnradverstellung wird mit Bürstendichtungen gegen korrosive Medien von außen und gegen austretendes Fett von innen abgedichtet. Die Fasern passen sich an die unterschiedlichsten Gegebenheiten an. So soll der Einsatz für beliebige Zahnradgrößen bzw. Spaltgrößen kein Problem darstellen. Ein Farbabrieb an den kontaktierten Bauteilen sowie das Festfrieren der Faserbündel wird auf Grund der ausschließlich punktuellen Berührung vermieden. Profile zum Aufstecken, Schrauben oder Nieten sorgen für eine sehr gute Haltbarkeit.

Das Bürsten-Sandwichprinzip

Als weitere Schutzmaßnahme kann durch Lufttrockner, die die getrocknete Außenluft in die Windkraftanlage einblasen, ein leichter Überdruck erzeugt werden. Damit wird auch bei ungünstiger Windsensorik und Schräganströmung ein Eindringen von Regen und Schnee verhindert. Durch die Kapselung der trockenen Luft in dem Zwischenraum zweier Bürstenreihen, wird ein Luftpolster (Sandwich) aufgebaut, welches die Anlage gegen feuchte und salzhaltige Luft abschirmt.

Lange Lebensdauer – wenig Wartung

Der Bürstenkörper des Mink Flex-Systems besteht aus flexiblem, strapazierfähigem, thermoplastischem Kautschuk, ist UV-, ozonbeständig sowie widerstandsfähig gegenüber chemischen und thermischen Einflüssen. Die Bürsten nehmen kein Wasser auf und sind nach UL94 HB zertifiziert. (br)

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