Mobility Bosch-Team gewinnt Deutschen Zukunftspreis für Brennstoffzellen-Antriebssystem

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Der Deutsche Zukunftspreis 2025 geht an ein Bosch-Team für die Entwicklung des Brennstoffzellen-Antriebssystems, das den CO2-freien Betrieb von schweren Nutzfahrzeugen ermöglicht – bei kurzen Betankungszeiten und Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern mit einer Tankfüllung.

Bosch fertigt das prämierte Fuel Cell Power Module für Nutzfahrzeuge seit 2023 in Stuttgart-Feuerbach. Das Antriebssystem ist hochintegriert und besteht aus mehreren hundert Einzelteilen.(Bild:  Bosch)
Bosch fertigt das prämierte Fuel Cell Power Module für Nutzfahrzeuge seit 2023 in Stuttgart-Feuerbach. Das Antriebssystem ist hochintegriert und besteht aus mehreren hundert Einzelteilen.
(Bild: Bosch)

Für die Entwicklung eines Brennstoffzellen-Antriebs für Schwerlaster wurde ein Forscherteam von Bosch mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet: Der Antrieb ermöglicht emissionsfreien Fernverkehr.

Das Bosch-Team: Pierre Andrieu, Christoffer Uhr und Kai Weeber (von links nach rechts).(Bild:  Foto Ansgar Pudenz)
Das Bosch-Team: Pierre Andrieu, Christoffer Uhr und Kai Weeber (von links nach rechts).
(Bild: Foto Ansgar Pudenz)

Die Bosch-Mitarbeitenden Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu wurden für ihr Projekt „Kraftpaket fürs Klima – Fernverkehr-Lkw mit Wasserstoff elektrisch betreiben“, vom Bundespräsidenten in Berlin geehrt. Der neue Antrieb ermögliche es, auch einen schweren Lkw ohne Einschränkungen bei der Reichweite oder Abstriche bei der Nutzlast elektrisch und emissionsfrei zu betreiben. Nicht zuletzt sei ein Brennstoffzellen-Lkw rund vier Tonnen leichter als ein vergleichbarer Lastwagen mit reinem Batteriestrom für die Elektromotoren. Und das Betanken mit Wasserstoff dauere nur wenige Minuten.

Brennstoffzellen-Antrieb ist nicht nur für Lkw prädestiniert

Das prämierte Fuel Cell Power Module wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie um. So können Nutzfahrzeuge auf langen Strecken vollständig CO₂-frei betrieben werden – sofern sie grünen Wasserstoff im Tank haben. Die einzige verbleibende Emission ist Wasserdampf. „Mit dem Fuel Cell Power Module zeigt Bosch, dass Wasserstofftechnologie serienreif ist und einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs leisten kann“, sagt Hartung. „Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.“

Die Kombination aus Ingenieurskunst, Erfahrung und Systemverständnis macht das Antriebssystem zu einem wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität.

Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Das neue Antriebssystem ist nach Aussage der Forschenden aber generell für alle Aufgaben einsetzbar, bei denen es um den Transport schwerer Lasten geht, schnell betankt werden muss oder wo ein Transportsystem möglichst lange in Betrieb bleiben soll. Man denke etwa an Busse, Stapler oder durchaus auch an stationäre Stromgeneratoren für den Katastrophenschutz oder in Rechenzentren. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert.

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