Bolzen

Bolzensetzen in Hochgeschwindigkeit

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Setzbolzen verdrängt zu fügenden Werkstoff ohne Butzenentstehung

Die Anwendung des Highspeed-Bolzensetzens ist einfach: Das Bauteil wird in einen Sonder-Montagetisch eingelegt. Angesetzt an eine spezielle Positioniervorrichtung löst der Werker den Fügeprozess aus. Dabei wird der Bolzen auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt und in die nicht vorgelochten Fügeteile eingetrieben. Die Geschwindigkeit kann über den einstellbaren Druck geregelt werden. Sie ist zudem abhängig von den zu fügenden Werkstoffen und Bauteildicken. In der Fügezone kommt es kurzfristig zu einem Temperaturanstieg. Dadurch verbessert sich die Fließfähigkeit und der Fügeteilwerkstoff kann in die Rändelungen am Bolzenschaft verdrängt werden, somit entsteht kein Butzen. Dadurch wird ein hoher Formschluss der Verbindung erzielt. Gleichzeitig wird insbesondere bei höherfesten Stahlwerkstoffen aufgrund der Verpressung und Stauchung des Werkstoffs ein Kraftschluss erzielt.

Kollektorrahmen ohne Vorbehandlung miteinander verbinden

Der Bolzen verbindet die Ecken des Aluminium-Rahmenprofil hochfest miteinander, so dass von außen nur noch der Kopf des Setzbolzens sichtbar bleibt. Die gefügten Ecken können dann mit der verwendeten Klebetechnik kombiniert werden. Die Bolzen fixieren den Rahmen, so dass das dichtende Silikon nicht mehr belastet wird. Bei der Befestigung der einseitig zugänglichen Kollektorecken überzeugt die Technologie durch eine sichere und reproduzierbare Verbindungsqualität. Produktionsseitig wird eine hohe Montageeffizienz sichergestellt: Ein Vorlochen ist nicht mehr notwendig, der Kollektorrahmen kann so ohne Vorbehandlung verbunden werden. „Die Rivtac Technologie hat die Realisierung unseres Projektes entscheidend verkürzt“, sagt Diplom-Ingenieur Jakob Meierle. (jus)

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