Bolzen Bolzensetzen in Hochgeschwindigkeit

Redakteur: Juliana Schulze

Mit der Rivtac Technologie hat Böllhoff eine Fügetechnologie entwickelt, die es ermöglicht, Bolzen in Hochgeschwindigkeit zu setzen und das ohne Vorlochen.

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Das Kerngeschäft von Clage ist die Herstellung von energieeffizienten Durchlauferhitzern. Als Spezialist für die wirtschaftliche Gewinnung von warmen Wasser ist auch die Nutzung von erneuerbaren Energien ein wichtiges Thema. Das Unternehmen aus Lüneburg hat einen Hochleistungs-Flachkollektor entwickelt, der besonders hohe Erträge bei der Umwandlung der Sonnenenergie erzielt. Der Solarkollektorrahmen besteht aus Aluminium und wiegt nur 32,5 Kilogramm. Bei dieser Produktentwicklung hat Clage Leichtbau-Geometrie mit optimalem Materialeinsatz kombiniert. Erst nach der kompletten Montage wird der Rahmen gefügt. Dabei spielt eine hochfeste Verbindung des gewichtsoptimierten Rahmens eine große Rolle.

Das Problem: Rahmen ist nur einseitig zugänglich

Um Strukturschwächen zu vermeiden, ist ein einteiliger Fügerahmen nötig, der allerdings nur einseitig zugänglich ist. Fügeverfahren wie beispielsweise Stanznieten sind hierbei keine Option. Für eine Direktverschraubung wäre ein Vorlochen notwendig und würde zudem Späne und Festigkeitseinbußen verursachen. Auf der Suche nach dem geeigneten Fügeverfahren ist der Solarkollektorhersteller auf Böllhoff gestoßen, der mit der Rivtac Technologie die Lösung brachte.

Die Lösung: Bolzensetzen ohne Volochoperation

Die Technologie eignet sich besonders für Verbindungen von Aluminium, Stahl, Kunststoffen, Nichteisenmetallen sowie für Misch-, Mehrlagen und Hybridverbindungen aus den genannten Werkstoffen. „Innovationsfähigkeit und Kundennähe sind zu entscheidenen Wettbewerbsfaktoren geworden“, weiß Dr. Torsten Draht, Projektmanager Forschung und Entwicklung bei Böllhoff.

Die Eckverbindungen der Solarkollektoren werden mit der Rivtac Technologie gefügt. Bei dieser Technologie setzt das pneumatische Handgerät Rivtac Portable in Hochgeschwindigkeit insgesamt acht Fügepunkte – zwei an jeder Ecke. Und das alles bei einseitiger Zugänglichkeit und ohne jegliche Vorlochoperation. Eine große Standfläche und eine geringe Störkontur des Werkzeugkopfes ermöglichen eine optimale Handhabung dieser Werkzeugvariante. „Die Anwendung mit Rivtac bringt uns wesentliche Montagevorteile und ermöglicht gleichzeitig eine unzerstörbare Verbindung. Unsere Anforderungen werden somit bestens erfüllt“, resümiert Dipl.-Ing. Jakob Meierle, Projektleiter Solar bei Clage.

Teil 2: Rivtac-Bolzensetzen auch für höherfeste Stahlwerkstoffe geeignet

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