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Schweißverfahren BlueEvolution – nachhaltiges Schweißen im Lokomotivbau

| Redakteur: Brigitte Michel

Bevölkerungswachstum und zunehmende Urbanisierung verlangen energieeffiziente und ressourcenschonende Fertigungsverfahren. Im Rahmen ihres Leitmotivs „BlueEvolution“ hat die EWM Schweißverfahren entwickelt, die kosten-, energie- und ressourcenintensive Schweißprozesse deutlich effizienter machen.

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Siemens-Lokomotiven im Einsatz vor schweren Kohlezügen in Australien.
Siemens-Lokomotiven im Einsatz vor schweren Kohlezügen in Australien.
(Bild: Siemens )

Bereits heute leben mehr als 50% der knapp über sieben Milliarden Menschen unseres Planeten in Städten. Bis 2050 rechnet die FAO mit einem Anstieg der Gesamtbevölkerung auf etwa 9,2 Milliarden. Der Anteil an Stadtbewohnern dürfte dann mehr als 75 % betragen. Diese Menschen gilt es, mit Rohstoffen, Energie, Wasser und Nahrung zu versorgen sowie die durch sie verursachten Abfallströme (Abwasser, Müll) und Produktionsabfälle im Sinne einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft einer Wiederverwertung zuzuführen. Der Bedarf an Maschinen, Stahlbau, Transportmitteln und dergleichen hierzu ist riesig. Doch deren Bau verbraucht immer schneller die dazu erforderlichen, endlichen Ressourcen. Umso wichtiger ist ein nachhaltiger, effizienter und umweltschonender Umgang mit diesen immer knapperen Gütern – vor allem in der industriellen Fertigung. Das Schweißen ist dabei eine der Schlüsseltechnologien, denn es entscheidet in hohem Maße über Qualität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Produktion metallischer Bauteile.

Im Rahmen ihres Leitmotivs „BlueEvolution“ hat die EWM Schweißverfahren entwickelt, die kosten-, energie- und ressourcenintensive Schweißprozesse deutlich effizienter machen. Das hilft Umweltbelastungen zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren und so eine effizientere, wirtschaftlichere sowie nachhaltige Fertigung zu realisieren. Beispielsweise mit dem Hochleistungs-Schweißverfahren „forceArc“.

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Smarter Schweißen mit „forceArc“

Die Anforderungen an moderne Schweißtechnik steigen unaufhörlich – sei es durch die Zunahme immer leistungsfähigerer Werkstoffe, die steigenden Ansprüche hinsichtlich Qualität, Geschwindigkeit und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sowie den wachsenden Kostendruck, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Für die Schweißspezialisten der EWM bedeutet das, dass es nicht ausreicht, einfach nur Kennlinien und Konfigurationen für einen Schweißprozess zu bestimmen. Vielmehr geht es darum, neue und an die spezifische Schweißaufgabe angepasste Verfahren zu entwickeln.

Basierend auf ihren Kernkompetenzen in der Elektronik, Mikroprozessor- und Invertertechnik haben die Ingenieure und Techniker das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und Parameter analysiert und den gesamten Schweißprozess optimiert. Eines der daraus resultierenden Hochleistungs-Schweißverfahren ist „forceArc“. Sein charakteristisches Merkmal ist ein wärmeminimierter, richtungsstabiler und druckvoller Lichtbogen. Die hochdynamische Stromregelung sorgt außerdem für eine große Einbrandtiefe mit weniger Einbrandkerben. Die wichtigsten Vorteile von „forceArc“ im Überblick:

  • Einsparung von Material- und Lohnkosten
  • Einsparung von Stromkosten
  • Minimierung von Vor- und Nacharbeit
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Reduktion der Schweißrauchemissionen
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung von Arbeitsplätzen

Wie stark sich diese Vorteile in der Praxis jeweils zeigen, hängt von vielen, sich wechselseitig beeinflussenden Faktoren ab. So ermöglichen der optimierte Werkstoffübergang und der definierte tiefe Einbrand unter „forceArc“ neue Nahtgeometrien mit geringeren Öffnungswinkeln. Die wichtigsten Zielgruppen für das „forceArc“-Schweißen sind der Metall-, Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau sowie der Fahrzeug-, Schienenfahrzeug- und Schiffbau. Das gilt sowohl für das manuelle als auch das mechanisierte oder automatisierte Schweißen.

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