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Zwei Eigenschaften der Jetter-Software hebt Kraut als besonders wichtig hervor: Zum einen die Möglichkeiten des Datenhandlings, zum anderen die des objektorientierten Programmierens. "Das ist aber eine Option", erklärt Kraut. Bei manchen Kunden sei hier gar kein Know-how vorhanden, andere wiederum nähmen dieses Feature mit Handkuss an.
Gegen Ende des Maschinendesigns steigt der Druck
"Unsere Software ermöglicht es, ein Maschinendesign in eine funktionierende Maschine umzusetzen – effizient und zeitsparend", betont Andreas Kraut. Dass das besonders schnell und elegant geht, hält Kraut für das wichtigste Kriterium: "Gegen Ende eines Maschinendesigns steigt der Druck auf den Ingenieur: Jetzt muss er schnell zu einer funktionierenden Maschine kommen, soll ihr aber noch in letzter Minute eine Funktion einhauchen".
Mit der ISOBUS-Steuerung glauben die Ludwigsburger ein weiteres wichtiges Thema in der mobilen Automation zu besetzen: die Kommunikation zwischen dem Traktor und der angehängten Maschine. "In der Vergangenheit mussten viele Displays im Traktor montiert werden", erklärt Kraut. "Je nachdem, welche Geräte von welcher Firma der Bauer verwendet hat, musste auch ein neues Display her, wenn der Pflug ab- und die Egge angeklemmt wurde". Mit dem auf CAN-Bus basierenden ISOBUS sind nur noch ein, höchstens zwei Displays notwendig; das angehängte Gerät benötigt kein eigenes Display mehr. Die Jetter-Software ISO-Designer, entstanden ebenfalls auf Basis einer Entwicklung aus der Industrieautomatisierung, ermöglicht es, sehr effizient Grafiken für dieses Display zu entwickeln. "Hier sehen wir uns gut positioniert", schätzt Andreas Kraut Jetters Position am Markt ein.
Um die insgesamt gute Position zu halten, die sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren erobert hat, arbeiten die Jetter-Entwickler natürlich auch an neuen Ideen. Dazu gehört unter anderem eine Hubwerksregelung für Traktoren, mit der sich ein angehängtes Gerät anheben oder absenken lassen soll. Bei der Bedienung geht es vor allem um die haptische Rückmeldung an den Fahrer. Der spürt auf seinem komfortablem Sitz inzwischen von der Mechanik des Fahrzeugs nichts mehr. Jetter hat nun ein Drehrad entwickelt, das dem Fahrer die Kraft anzeigt, die hinten am Fahrzeug entsteht.
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