Mensch-Maschine-Schnittstelle

Bediengeräte und Steuerungen von Jetter machen aus mobilen Arbeitsmaschinen Hightech-Fahrzeuge

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Im Display sind Funktionen wie Blink- und Fernlicht integriert, aber auch verschiedene I/O-Knoten, die die unterschiedlichen Kehrmechanismen ansteuern wie Kehrbesen hoch oder runter, Besen rechts raus oder rein. Die I/O-Knoten sind über CAN-Bus vernetzt und so angebracht, dass sie möglichst wenig Sensor/Aktor-Verdrahtung benötigen. Mit Hilfe einer Kamera lassen sich außerdem bestimmte Aggregate auf dem Display anzeigen, die der Fahrer nicht einsehen kann und das Rückwärtsfahren unterstützen.

Eine weitere wichtige Komponente ist der Transmission-Controller, der das Fahrzeug über ein virtuelles Gaspedal bewegt und dafür sorgt, dass sich das Fahrzeug wie ein Automobil verhält. Da Kehrmaschinen hydraulisch angetrieben werden, würden sie stehen bleiben, sobald der Fahrer den Fuß vom "Gaspedal" nimmt. Der Controller aber steuert das Fahrzeug aktiv. "Langsam beschleunigen und verzögern, auch bei kaltem und warmem Öl, beim Berganfahren oder auf ebener Strecke, das ist eine komplexe Aufgabe", erklärt Kraut.

Erst mit der Software lässt sich das Design effizient umsetzen

Das eigentliche Know-how aber, das Jetter seinen Kunden zur Verfügung stellt, steckt in der Programmierumgebung. Damit lassen sich sowohl die grafischen Masken, aber auch die Steuerung selber programmieren. "Der Kunde verbringt die meiste Zeit damit, verschiedene Funktionalitäten zu programmieren", erklärt Kraut. Vor allem hier kann Jetter von der Erfahrung profitieren, die das Unternehmen lange Jahre gesammelt hat – in der Industrieautomatisierung, aus der die Ludwigsburger eigentlich stammen.

"Die Programmierumgebung ist eine wirkliche Synergie aus der Industrieautomatisierung", sagt Andreas Kraut. "Die konnten wir nahezu nahtlos übertragen, weil die Anforderungen sehr ähnlich sind." Allein in Ludwigsburg arbeiten 40 Ingenieure an Neuentwicklungen; von den rund 230 Mitarbeitern sind 50 Entwickler, dazu kommen noch zwölf Applikationsingenieure, die im Kundenauftrag oder direkt beim Kunden vor Ort Software entwickeln.

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