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Kurvengetriebe Back to the roots – es muss nicht immer Servo sein

| Redakteur: Lea Ziegler

In der Antriebs- und Automatisierungstechnik werden hauptsächlich Servomotoren oder pneumatische Lösungen verwendet. Der Getriebehersteller Miksch setzt jedoch weiterhin auf die Kurvengetriebetechnik.

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Kurvengetriebe kommen mit einem kleinen Antriebsmoment aus und benötigen dadurch nur einen kleinen Antriebsmotor.
Kurvengetriebe kommen mit einem kleinen Antriebsmoment aus und benötigen dadurch nur einen kleinen Antriebsmotor.
(Bild: Miksch)

Kurvengetriebe kommen mit einem kleinen Antriebsmoment aus und benötigen dadurch nur einen kleinen Antriebsmotor. Der Energieaufwand bleibt dabei klein, das Getriebe leistet dennoch viel und Massenträgheitsmomente lassen sich einfach handhaben, denn die Schwungmassen müssen nicht ständig neu beschleunigt werden. Hier kommt der Schwungradeffekt zum Tragen. Dadurch sind beim Einsatz von Kurvengetrieben nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Energiekosten niedriger als bei Servoantrieben.

Geringer Wartungsaufwand und vielfältige Bewegungsabläufe

Kurvengetriebe arbeiten zuverlässig und wartungsarm sowie reparatur- und inbetriebnahmefreundlich. Störungen und Ausfälle lassen sich von Fachpersonal einfach beheben. Im Gegensatz zu Servoantrieben werden keine zusätzlichen Regler, Steuerungen und Schaltschränke benötigt. Kurvengetriebe sind unempfindlich gegen Umgebungseinflüsse wie Temperatur, Feuchtigkeit und Schmutz. Bei einem Not-Stopp oder Fehlbedienung, kann ein Kurvengetriebe umgehend wieder in Betrieb genommen werden. Die Ausfallzeiten lassen sich so gering halten.

Für viele Einsatzfälle gibt es geeignete Anordnungen von Kurvengetrieben: linearer oder drehender Antrieb der Kurven, lineare, pendelnde oder schrittweise Bewegungen des Abtriebsorgans. Die Kurven und Abtriebsglieder können in einer Ebene oder im Raum mit parallelen oder gekreuzten Achsen angeordnet werden. Durch den Einsatz von Kurvengetriebetechnik lassen sich mehrere Bewegungsabläufe überlagern. Es kann nahezu jede Position angefahren werden und auch das Fahren von Zwischenrasten ist möglich. Die Zwischenrasten sind spielfrei und in der Rast selbsthemmend. Dadurch ist keine zusätzliche elektromechanische Bremse erforderlich. Auch eine Verbindung mit Gelenkgetrieben ist möglich.

Berrechnungssoftware Kurvengetriebe

Miksch stellt auf ihrer Website eine Berechnungssoftware zur Verfügung, die eine korrekte Auslegung von Schrittgetrieben und Runddschalttischen ermöglicht. Mithilfe von CAD-Kat lassen sich CAD-Modelle in über 30 Formaten erzeugen und in das betriebseigene CAD-System übernehmen. (lz)

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