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Autonome Fahrzeuge Autonomer Bagger kann Gefahrenstoffe bergen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der diesjährigen Cebit zeigt das Fraunhofer IOSB den autonomen Bagger Bob, der für den Menschen gefährliche Aufgaben wie die Bergung von Gefahrenstoffen übernehmen soll. Außerdem kann er Einsatzkräften einen präzisen Lageüberblick bei Katastrophen verschaffen.

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Der autonome Bagger Bob ist mit Sensor-Sonden ausgestattet, um Einsatzkräften in Katastrophengebieten einen umfassenden Lageüberblick zu verschaffen.
Der autonome Bagger Bob ist mit Sensor-Sonden ausgestattet, um Einsatzkräften in Katastrophengebieten einen umfassenden Lageüberblick zu verschaffen.
(Bild: Fraunhofer IOSB)

Das Fraunhofer Institut Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB zeigt aktuell auf der Cebit den autonomen Bagger Bob („Bagger ohne Bediener“). Einsatzfelder für den Bagger sollen die Bergung von Gefahrstoffen oder Abtragung kontaminierter Bodenschichten sein. Bagger Bob soll ein flexibles Demonstations- und Entwicklungssystem darstellen, um skalierbare Autonomiefunktionen zu testen.

Überblick bei Katastrophen erhalten

Roboter werden in Zukunft selbstständiger und vernetzter agieren. Sie arbeiten Hand in Hand mit Menschen oder erkunden eigenständig gefährliche Umgebungen. Sie entwickeln sich zu autonomen Systemen, die komplexe Aufgaben lösen können, eigene Entscheidungen treffen und lernen, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren.

Nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder nach Industrieunfällen, z. B. einem Brand in einem Chemiewerk, sind die Einsatzkräfte auf einen aktuellen und präzisen Lageüberblick angewiesen. Genau dafür soll sich der Bagger Bob eignen. Das Fraunhofer IOSB hat ein System entwickelt, das aus autonomen Fahrzeugen und Sensor-Sonden besteht. Es ermöglicht, unzugängliche Gebiete zu erkunden, ohne dass sich Menschen in Gefahr begeben müssen.

Digitaler Lagetisch visualisiert die Informationen

Mithilfe einer Toolbox aus Algorithmen für die Lokalisierung, Kartierung, Hinderniserkennung und Bewegungsplanung können sich Roboter selbstständig in unbekanntem, unstrukturiertem Gelände fortbewegen.

Zusätzlich können sie dort Sensor-Sonden ausbringen, die z. B. weitere Information über Gefahrstoffe in der Umgebung sammeln. Durch die Vernetzung unterschiedlicher Sensoren soll dann ein zuverlässiges Lagebild des untersuchten Gebiets entstehen, das den Einsatzkräften auf einem digitalen Lagetisch visualisiert wird. Der Lagetisch soll intuitiv durch Gesten zu bedienen sein, damit sich die Einsatzkräfte schnell einen Überblick über die relevante Information verschaffen können.

Auf der CeBIT befindet sich das Fraunhofer IOSB auf dem Gemeinschaftsstand von Acatech – der deutschen Akademie der Technikwissenschaften und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG. (kj)

Cebit 2017: Halle 12, Stand B 63

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