Simulation AutoForm macht Tempo

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der Rohrbacher Karosseriebau Wagner bedient sich einer AutoForm-Lösung und ist davon so überzeugt, dass sie anschließend an die Rückführung der Wirkflächen aus der AutoForm-Software in die CATIA-Konstruktionssoftware direkt das Werkzeug fräsen.

Anbieter zum Thema

Bauchgefühl, darüber verfügt jeder gute Werkzeugmacher. Speziell, wenn Blechteile zurück federn, ist dieses Gefühl gefragt. Das geht so lange gut, wie die Bauteile einfach aufgebaut sind und aus bekanntem Material bestehen. Bei neuartigen Geometrien oder modernen, hochfesten Materialien kann das Bauchgefühl aber schon mal versagen und in Bauchschmerzen umschlagen. Bei der Rasanz, mit der zudem neue Werkstoffe auf den Markt kommen, kann sich kein Gefühl mehr entwickeln für deren Umformverhalten.

Spätestens jetzt kann es nicht mehr gut gehen, was insbesondere für den Prototypenbau zutrifft. Dieser ist an vorderster Front dabei bei neuen Technologien und somit ständig auf noch unbekannten Pfaden unterwegs. Termine sind überdies ehrgeizig gesetzt, sodass Geschwindigkeit ganz besonders zählt. Zeit, verschiedene Werkzeug- und Methodenkonzepte auszuprobieren, gibt es nicht. Optimal ist, wenn das Umformwerkzeug auf Anhieb funktioniert und sich Nacharbeit auf ein Minimum beschränkt.

Ohne Simulation geht nichts mehr

Aus diesem Grund hat sich der Karosseriebau Wagner (KBW) nach einer über das Bauchgefühl hinaus gehenden Arbeitsweise umgesehen. Für das auf Prototypenteile spezialisierte Unternehmen drängte sich die rechnergestützte Umformsimulation auf. Sie sollte vor allen Dingen schnell sein, dazu präzise und bedienerfreundlich. Schließlich galt es, den erhöhten Engineering-Aufwand zu Beginn eines Projekts auszugleichen oder sogar in einen Vorteil umzuwandeln. Die Konstrukteure von KBW schauten sich auf dem Markt um, welche Lösungen häufig anzutreffen waren und erfolgreich im Einsatz standen.

Da die meisten Kunden der Rohrbacher Prototypenbauer in der Automobilbranche tätig sind, kristallisierte sich schnell eine AutoForm-Lösung heraus. Der Rest ging in der jungen Firma Wagner noch schneller. Ein Anruf im AutoForm-Büro in Pfaffenhofen führte zügig zu einer Testlizenz der gleichnamigen Software. Die örtliche Nähe von KBW’s Firmensitz vereinfachte außerdem die persönliche Betreuung vor Ort. Nach den ersten Simulationsversuchen ließen Erfolge nicht lange auf sich warten und zusätzliche Überzeugungsarbeit von Seiten AutoForm Engineering war überflüssig.

Richard Wagner beschaffte einen AutoForm-Arbeitsplatz mit den Produkten AutoForm- Incremental und AutoForm-Compensator. Einer seiner Konstrukteure konzentrierte sich in der Folge auf die Software, nachdem er eine gezielte Schulung durch AutoForm Engineering erhalten hatte. Rasch konnte er verwertbare Ergebnisse vorweisen. Die hergestellten Werkzeuge erwiesen sich auf Anhieb als so gut, dass die mit ihnen produzierten Bauteile ohne Nacharbeit verfügbar waren. (Mehr Infos nach dem Umblättern)

(ID:345809)