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Land der Ideen 2013 Ausgezeichnete Ideen für die Städte der Zukunft

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Unter dem Motto „Ideen finden Stadt“ suchten die Initiative Deutschland – Land der Ideen und die Deutsche Bank die besten Ideen, die schon heute Lösungen für die Herausforderungen der Städte von morgen bereithalten. Ausgezeichnet wurden auch die beiden Projekte „Morgenstadt“ und Living Lab „Fraunhofer IZS elektromobilisiert“.

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Die Vision ist, dass die Bewohner ihren Strom künftig selbst erzeugen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen.
Die Vision ist, dass die Bewohner ihren Strom künftig selbst erzeugen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen.
(Bild: Fraunhofer)

Mit Kreativität, Leidenschaft und Einfallsreichtum entwickeln Menschen in ganz Deutschland jeden Tag aufs Neue Ideen und Innovationen. Projekte, die eine Bühne verdienen, auf der sie wahrgenommen werden. Mit der Auszeichnung und Würdigung dieser Ideen machen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank die Innovationskraft kreativer Köpfe sichtbar. Seit 2006 wurden bereits mehr als 2.500 Projekte prämiert.

Themenwettbewerb

In diesem Jahr stand der Wettbewerb zum ersten Mal unter einem Motto. Mit „Ideen finden Stadt“ wurden die 100 besten Ideen gesucht, die schon heute Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten. Die prämierten Themen reichen von Energie bis Kultur, von Mobilität und Kommunikation bis Bauen und Wohnen.

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Ausgezeichnet wurden auch das IAO-Living Lab „Fraunhofer IZS elektromobilisiert“ sowie die Fraunhofer Morgenstadt-Initiative unter Leitung des Fraunhofer IAO. Die „ausgezeichneten Orte im Land der Ideen 2013“ haben die Jury mit ihrer wegweisenden Forschung für die Städte und Gemeinden der Zukunft überzeugt.

Bundesweit größte Stromtankstelle

Auf dem Fraunhofer-Campus IZS in Stuttgart ist die Mobilität der Zukunft bereits Realität. Bis zu 30 Elektroautos können im Parkhaus des Fraunhofer IAO Energie zapfen – es ist damit die bundesweit größte Stromtankstelle. In dem lebendigen Labor erproben die Wissenschaftler bis 2014, wie sich E-Fuhrparks technisch managen lassen: Wie können Überlastungen der Anlage vermieden werden? Wie kann ein intelligentes Stromnetz aufgebaut werden, in dem Photovoltaikanlagen die Elektroautos mit Strom versorgen? Das Institut entwickelt dazu die passende Ladeinfrastruktur.

Visionen der Morgenstadt

Wie wir uns nachhaltig fortbewegen, wird auch für die Städte der Zukunft eine zentrale Frage sein. Aber nicht nur die Mobilität, auch viele weitere Aspekte erforschen Wissenschaftler mehrerer Fraunhofer-Institute unter der Projektleitung des Fraunhofer IAO und des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP in der Initiative „Morgenstadt“. Wie können wir die Städte von morgen nachhaltig gestalten – bei schrumpfenden Ressourcen und ohne auf Komfort verzichten zu müssen? Die Vision ist, dass die Bewohner ihren Strom selbst erzeugen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen. Hausfassaden reinigen die Luft und reduzieren Verkehrslärm. Dachflächen werden großräumig zu Gärten und landwirtschaftlicher Nutzung herangezogen, um die Transportwege und Emissionen vom Güterverkehr zu vermindern und so die Lebensqualität in der Stadt zu steigern. Impulse für die Forschung suchen die Wissenschaftler in Metropolen im Verbundprojekt „Morgenstadt: City Insights“ rund um den Globus: in Berlin, Freiburg, Kopenhagen, New York, Singapur und Tokio. (mz)

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