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Additive Fertigung Arburg kombiniert im 3D-Druck Biopolymere mit TPU

| Redakteur: Dorothee Quitter

Auf der formnext 2015 wurde am Bauteilbeispiel „2K-Planetenrolle“ erstmals die Materialkombination TPU und Biopolymer präsentiert.

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Arburg hat den Freeformer im Jahr 2015 weltweit in den Markt eingeführt.
Arburg hat den Freeformer im Jahr 2015 weltweit in den Markt eingeführt.
(Bild: Arburg)

Der Freeformer von Arburg fertigt aus dem biologisch abbaubaren Werkstoff die inneren Zahnräder, die von einer äußeren Laufrolle aus elastischem TPU eingefasst werden. Die Bauzeit beträgt rund 3 Stunden. Alternativ lassen sich mit der zweiten Austragseinheit Strukturen aus einem Stützmaterial aufbauen und auf diese Weise auch ungewöhnliche oder sehr komplexe Bauteilgeometrien realisieren. Nach Entfernen der Stützstrukturen können die Bauteile z. B. als Designmuster sowie für Funktions- und Montagetests genutzt werden. Auf der formnext produzierte ein zweiter Freeformer auf diese Weise additiv ein „Nautilus Gear“, erstmals aus einem Materialblend von PC und ABS mit Flammschutz. Das Bauteil besteht aus zwei gegeneinander beweglichen, asymmetrischen Zahnrädern und einer Verbindungsbrücke. Es wird in einem Schritt in einer Bauzeit von rund zwei Stunden gefertigt. Nach Auflösen der Stützstruktur in warmem Wasser sind die Zahnräder direkt funktionsfähig, eine Montage ist nicht erforderlich. Die Produktionstechnik kombiniert also Teilefertigung und Montage – die normalerweise in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten stattfinden. (qui)

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