Antriebstechnik Aktuelle Entwicklungen aus der Antriebstechnik

Redakteur: Stefanie Michel

Ende August eröffnete Hartmut Rauen, Geschäftsführer der Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik, im VDMA den „Antriebs-Technik-Tag“. Mehr als sechzig Teilnehmer aus rund vierzig VDMA-Mitgliedsfirmen

Anbieter zum Thema

Ende August eröffnete Hartmut Rauen, Geschäftsführer der Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik, im VDMA den „Antriebs-Technik-Tag“. Mehr als sechzig Teilnehmer aus rund vierzig VDMA-Mitgliedsfirmen informierten sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der EG-Richtlinien und der Normung im Fachbereich Antriebstechnik.

Die EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die am 29.12.2009 übergangslos in Kraft tritt, beschäftigt die Antriebstechnik-Branche. Nicht alle Getriebe und Getriebemotoren sind nur Baugruppen und damit außerhalb der EG-Richtlinie. Getriebe, die mehr Funktionen bieten, werden zukünftig als „unvollständige Maschinen“ bewertet und fallen damit unter die EG-Richtlinie.

Um der Branche an dieser Stelle eine Richtlinie zu geben, wurde ein VDMA-Positionspapier zur Einordnung von Getrieben und Getriebemotoren gemeinsam mit dem ZVEI entwickelt und am Antriebs-Technik-Tag vorgestellt. Darüber hinaus kündigte Thomas Kraus, VDMA Technik und Umwelt, eine Muster-Einbauerklärung in den Sprachen der Europäischen Gemeinschaft an.

Europäische Chemikalienpolitik REACH

Die Auswirkungen der zukünftigen EU-Chemikalienpolitik REACH in bezug auf den Maschinenbau, zeigte Dr. Darius Soßdorf, VDMA Technik und Umwelt, auf. Unternehmen müssen sich bewußt machen, welche Stoffe wie verwendet werden dürfen. Auch die Antriebstechnik-Branche ist davon betroffen, da zahlreiche Kühl- und Schmierstoffe sowie Öladditive eingesetzt werden. Soßdorf wies darauf hin, dass es durch REACH zu erheblichen Kostenerhöhungen, Innovationshemmnissen und damit zu Wettbewerbsnachteilen kommen kann. Diesen Gefahren muss die Industrie frühzeitig begegnen.

EuP-Richtlinie 2005/32/EG (Ökodesign-Richtlinie)

Über zukünftige Auswirkungen der Europäischen Richtlinie für „Energy using Products“ (EuP-Richtlinie) 2005/32/EG oder Ökodesign-Richtlinie auf die Antriebstechnik informierte Karin Weimann, Bundesanstalt für Materialforschung. Neben dem Hintergrund und der Zielsetzung der europäischen Ökodesign-Richtlinie wurde die Erarbeitung einer Durchführungsmaßnahme dargestellt.

Weimann wies besonders bei dieser Erarbeitung auf die Beteiligungsmöglichkeiten der Industrie hin und forderte zur Mitgestaltung bei den geplanten Durchführungsmaßnahmen auf. An der Verordnung für Elektromotoren zeigte sie konkret, welche zukünftigen Anforderungen gestellt werden, um diese Produkte weiter auf dem europäischen Markt vertreiben zu können.

(Teil 2: Mehr zur Normung im Maschinenbau)

(ID:318856)