Model based Systems Engineering
„Kostspielige Probleme bei der Umsetzung von technischen Änderungen verhindern“

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 7 min Lesedauer

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Technische Änderungen stellen nicht nur Konstruktion & Entwicklung, sondern das ganze Unternehmen vor Herausforderungen. Wie modellbasierte Auswirkungsanalysen im Änderungsmanagement den Prozess vereinfachen und so komplexe Systeme schneller entwickelt werden können, erklären Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler und Dominik Wiechel vom Forschungsprojekt Impakt.

Mit Model-Based Systems Engineering ist ein Lösungsansatz verfügbar, der mittlerweile einen praxistauglichen Reife- und Verbreitungsgrad erreicht hat und toolunterstützt die Komplexität in der Entwicklung transparent sowie handhabbar macht.(Bild:  metamorworks - stock.adobe.com)
Mit Model-Based Systems Engineering ist ein Lösungsansatz verfügbar, der mittlerweile einen praxistauglichen Reife- und Verbreitungsgrad erreicht hat und toolunterstützt die Komplexität in der Entwicklung transparent sowie handhabbar macht.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

Herr Wiechel, warum machen technische Änderungsbedarfe im Produktentstehungsprozess häufig Probleme?

Dominik Wiechel: Das hat mehrere Gründe. Zum einen führt die zunehmende Komplexität in der Entwicklung dazu, dass die Auswirkungen technischer Änderungen schwer abzuschätzen sind. Entwickler müssen alle relevanten Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen mechanischen, elektronischen/elektrischen und Software-Komponenten identifizieren und die Auswirkungen eigenständig bewerten. Zudem steigen die Kosten für technische Änderungen bekanntlich mit jeder Lebenszyklusphase um den Faktor 10. Das heißt, je später technische Änderungen vorgenommen werden, desto teurer und umfangreicher werden sie. Ein effizienter Umgang mit technischen Änderungen ist daher notwendig. Probleme entstehen vor allem dadurch, dass die Auswirkungen von Änderungen weitgehend subjektiv bewertet werden und der Änderungsprozess ineffizient und manuell abläuft.