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Hannover Messe 2015

ABB kommt mit neuen Produkten im Gepäck nach Hannover

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Gezeigt hat ABB Konzeptstudien von Yumi, den kollaborativen Roboter des Konzerns, schon zuvor. Doch jetzt ist der Roboter serienreif. Steven Wyatt von ABB, erklärt, wie es zu der Entwicklung kam: "Kunden, vor allem asiatische Unternehmen aus der Konsumelektronik, haben bei uns einen Roboter für die Kleinteil-Montage nachgefragt". Gefordert war ein Roboter, den direkt mit dem Menschen zusammenarbeitet. Entstanden ist Yumi (kurz für you and me - wir arbeiten zusammen), der, so Wyatt "alles verändert".

Konzeptstudie von Yumi, die ABB im September 2014 zeigte

Yumi ist ein kollaboratives Montagesystem mit einem präzisen Visionsystem, Greifer, berührungsempfindlicher Sensorik, flexibler Software und integrierten Sicherheitskomponenten. Die Programmierung haben die Entwickler für den Anwender stark vereinfacht. Das Design garantiert „inhärente Sicherheit“, dem System wohnt also ein sicherheitsgerichtetes Verhalten inne. Die gefahrlose Zusammenarbeit von Mensch und Roboter Seite an Seite ist so möglich.

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Yumi montiert Not-aus-Schalter und Doppelsteckdosen

Yumi verfügt bereits über reale Produktionserfahrung und wurde im Vorfeld der Kommerzialisierung in unterschiedlichen Anwendungsfeldern ausgiebig getestet. Hier blickt ABB bis zur Markteinführung nicht nur auf die Zusammenarbeit mit ausgewählten Blue Chip-Unternehmen zurück, sondern auch über Erfahrung im eigenen Haus. Yumi war beispielsweise viele Monate in einer Fertigung in einem ABB-Niederspannungsbereich im Einsatz. Dort wurden zigtausende Notaus-Schalter und Doppelsteckdosen jeweils in enger Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter montiert. Zwei Yumi-Roboter und zwei Arbeiter fertigten in echter Kooperation bis zu zehn Teile in 220 s. Hochflexibel kann die Produktion auf unterschiedliche Losgrößen angepasst werden.

So unterstützt beispielweise ein Yumi-Roboter die Montage des Grundbauteils und verdoppelt dadurch die Produktionsrate. Ein zweiter Yumi-Roboter ist in der Endmontage und Verpackung beschäftigt, wo er seine Aufgaben mit einem weiteren menschlichen Kollegen koordiniert. So ensteht ein agiles Produktionsszenario, welches ohne hohe Investitionskosten für zusätzliche Automatisierung und Sicherheitstechnik realisiert werden kann. (ud)

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Über den Autor

 Ute Drescher

Ute Drescher

Chefredakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht