Maschinensicherheit 5 neue Produkte für Safety

Von Jan Vollmuth 4 min Lesedauer

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Wir stellen Ihnen neue Produkte rund um die Maschinensicherheit vor: Die Bandbreite reicht von einer Komplettlösung für sichere Kommunikation über Mini-Drehgeber bis hin zu neuen Sicherheitsschalter.

IO-Link ist jetzt einsetzbar für die funktionale Sicherheit: Das IO-Link Safety-Paket von Pilz ermöglicht die Integration funktionaler Sicherheit bis ins Feld.(Bild:  Sumith Nunkham/[Moment] via Getty Images, iStock.com/Chinnapong, Pilz GmbH & Co. KG)
IO-Link ist jetzt einsetzbar für die funktionale Sicherheit: Das IO-Link Safety-Paket von Pilz ermöglicht die Integration funktionaler Sicherheit bis ins Feld.
(Bild: Sumith Nunkham/[Moment] via Getty Images, iStock.com/Chinnapong, Pilz GmbH & Co. KG)

Komplett-Lösung: IO-Link SafetySystem

Der Automatisierer Pilz stellt für die sichere Kommunikation ins Feld ein komplettes IO-Link Safety System zur Verfügung: Die Systemlösung umfasst Master, Sensoren sowie Feldgeräte und passendes Zubehör.

Mit IO-Link Safety steht das herstellerunabhängige, standardisierte Kommunikationssystem IO-Link für die funktionale Sicherheit zur Verfügung. Die sichere und standardisierte Punkt-zu-Punkt-Kommunikation ermöglicht die Integration von Sicherheitssensoren und -aktoren in jedes bestehende Feldbussystem, unabhängig von übergeordneten Systemen. Das Kommunikationsprotokoll IO-Link Safety ist in der IEC 61139-2 weltweit standardisiert und bietet höchste Sicherheit bis zu PL e nach EN ISO 13849-1 (bzw. SIL 3 nach IEC 61508/62061). So sorgt die universelle Lösung für höhere Flexibilität, denn Anwender benötigen nur einen Feldbus für unterschiedliche Safety-Anforderungen.

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Zu den ersten Geräten im Pilz-Portfolio, die mit IO-Link Safety Funktionalität ausgestattet sind, gehören die Sicherheits-Lichtgitter PSENopt II advanced IOLS, die Bedieneinheit PITgatebox IOLS sowie der IO-Link Safety Master PDP67 IOLS. Das Komplettpaket des Experten für die sichere Automation vereinfacht die Integration der IO-Link Safety-Technologie in Maschinen und Anlagen.

Neue Varianten: Safety Fieldbox für weitere Feldbussysteme

Die Safety Fieldbox von Schmersal lässt sich jetzt in Systeme mit den Feldbussen PROFINET/PROFIsafe, EtherNet/IP CIP Safety und EtherCAT FSoE integrieren.(Bild:  K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)
Die Safety Fieldbox von Schmersal lässt sich jetzt in Systeme mit den Feldbussen PROFINET/PROFIsafe, EtherNet/IP CIP Safety und EtherCAT FSoE integrieren.
(Bild: K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)

Schmersal bringt zwei neue Varianten seiner Safety Fieldbox auf den Markt. Damit lässt sich die Box nicht nur wie bisher in Systeme mit Profinet/Profisafe integrieren, sondern ist jetzt auch für die Bussysteme EtherNet/IP mit CIP Safetyund EtherCAT mit FSoE verfügbar.

Der Vorteil: Der Konstrukteur kann die Sicherheitsfunktionen einer Maschine unabhängig vom eingesetzten Feldbussystem projektieren, da mit den drei Varianten die international am weitesten verbreiteten Steuerungssysteme abgedeckt sind.

Hinweis

Am 15. Dezember 2023 erscheint bei Vogel Fachbuch „Die neue EU-Maschinenverordnung 2023: Übersicht über die Änderungen – Lösungen und Antworten für die Praxis“. Das Buch erklärt, welche innerbetrieblichen Anpassungen in der Konstruktion und Dokumentation gefordert sind. Dazu gibt es weiterführende Dokumente, wie den Guide der Europäischen Kommission, Volltexte einschlägiger EU-Verordnungen, Interpretationspapiere und Arbeitshilfen.

Mehr erfahren bei Vogel Fachbuch

Die Safety Fieldbox von Schmersal ermöglicht flexible Sicherheitslösungen, eine fehlersichere und schnelle Installation sowie eine hohe Prozesstransparenz. Sie erlaubt den einfachen Anschluss von bis zu acht Sicherheitsschaltgeräten per Plug and Play. Über die universellen Geräteschnittstellen für 8-polige M12-Stecker kann eine Vielzahl unterschiedlicher Sicherheitsschaltgeräte wie elektronische und elektromechanische Sicherheitszuhaltungen, Sensoren, Bedienfelder, Lichtvorhänge oder Schalter angeschlossen werden.

Spart Platz: Drehgeber im Miniaturformat

Der ESC17 mini wurde für beengte Verhältnisse in schwierigen Umgebungen entwickelt. Durch vielfältige Anpassungsmöglichkeiten lässt der Drehgeber sich für verschiedenste Anwendungen nutzen.(Bild:  EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH)
Der ESC17 mini wurde für beengte Verhältnisse in schwierigen Umgebungen entwickelt. Durch vielfältige Anpassungsmöglichkeiten lässt der Drehgeber sich für verschiedenste Anwendungen nutzen.
(Bild: EBE Elektro-Bau-Elemente GmbH)

Die Produkte der ESC17 Mini Serie von EBE Sensors + Motion bestehen aus kompakten Encodern, die auf dem bewährten Hall-Prinzip basieren. Jetzt hat diese Produktfamilie Zuwachs bekommen: Der ESC17 Mini Safety hebt die Eingabesicherheit durch Redundanz auf ein neues Level.

Die magnetische Erfassung der Drehbewegung und der Tastsignale macht den ESC17 Mini Safety nahezu verschleißfrei und zuverlässig. Mit 16 Raststellungen bietet die eingesetzte Kugel-Feder-Rastung ein angenehmes haptisches Feedback. Die Rastwerke der ESC17-Mini-Familie sind dabei auf mehrere 100.000 Umdrehungen und Tastbewegungen ausgelegt und können in ihrer Haptik den Kundenwünschen angepasst werden.

Mit Abmessungen von nur 17 x 19 mm (LxB) und einer Aufbauhöhe von 11 mm unter der Frontplatte ist der Drehgeber sehr kompakt. Seine Robustheit macht ihn besonders geeignet für den Einsatz in kompakten, mobilen Geräten wie Defibrillatoren oder Handbediengeräten für Werkzeugmaschinen, Roboter und Cobots.

Sicherheitsschalter: vielseitig dank drehbarem Betätigerkopf

Die neuen elektromechanische Sicherheitsschalter mit getrenntem Betätiger von Schmersal übernehmen die Stellungsüberwachung von seitlich verschiebbaren oder drehbaren Schutztüren.(Bild:  K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)
Die neuen elektromechanische Sicherheitsschalter mit getrenntem Betätiger von Schmersal übernehmen die Stellungsüberwachung von seitlich verschiebbaren oder drehbaren Schutztüren.
(Bild: K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)

Schmersal bringt vier neue elektromechanische Sicherheitsschalter mit getrenntem Betätiger auf den Markt: Die Schalter AZ215/AZ216 und AZ315/AZ316 übernehmen die Stellungsüberwachung von seitlich verschiebbaren oder drehbaren Schutztüren.

Besonderes Merkmal ist der drehbare Betätigerkopf aus Zinkdruckguss, der vor der Montage einfach in 90°-Schritten gedreht werden kann. Dadurch kann der Kopf sowohl seitlich aus vier verschiedenen Richtungen als auch von oben angefahren werden. Durch diese vielfältigen Anfahrpositionen und die Kombinationsmöglichkeiten mit verschiedenen Betätigern ist die Baureihe AZ sehr flexibel in der Montage.

Die Schaltergehäuse – in Kunststoff- oder Metallausführung – entsprechen in Bauform und Abmessungen den Positionsschaltern der Baureihen PS 215/216 und PS 315/316, so dass die AZ-Schalter eine ebenso kompakte Bauform aufweisen und sich ebenso einfach in die Umgebungskonstruktion integrieren lassen.

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Neben der Standardvariante mit M20-Kabeleinführung und Anschlussklemmen stehen je nach Anzahl der Kontakte Varianten mit einem 4- oder 8-poligen M12-Stecker zur Auswahl.

Konfigurierbare Kleinsteuerung: jetzt mit FSoE

Die sichere und konfigurierbare Kleinsteuerung PNOZmulti 2 von Pilz bietet nun das offene Kommunikationssystem EtherCAT in Kombination mit dem sicheren Protokoll Safety-over-EtherCAT FSoE.(Bild:  Pilz GmbH & Co. KG)
Die sichere und konfigurierbare Kleinsteuerung PNOZmulti 2 von Pilz bietet nun das offene Kommunikationssystem EtherCAT in Kombination mit dem sicheren Protokoll Safety-over-EtherCAT FSoE.
(Bild: Pilz GmbH & Co. KG)

Die konfigurierbare sichere Kleinsteuerung PNOZmulti 2 von Pilz unterstützt das offene Kommunikationssystem EtherCAT in Kombination mit dem sicheren Protokoll Safety-over-EtherCAT FSoE (FailSafe over EtherCAT). Damit ermöglicht PNOZmulti 2 eine Übertragung von steuerungs- aber auch sicherheitsrelevanten Informationen und zielt somit auf die Effizienz in der Produktion.

Bis zu vier Master-Master- und bis zu 60 Master-Slave-Verbindungen sind mit dem EtherCAT FSoE Kommunikationsmodul in Verbindung mit dem Basisgerät PNOZ m B1 möglich. So lassen sich flexible Anlagenstrukturen mit einer „Ein-Kabel-Lösung“ auf Feldbusebene einfach umsetzen und auch flexibel erweitern. Damit sorgt das zertifizierte Sicherheitssystem über ein hohes Maß an Sicherheit hinaus auch für Effizienz an Maschinen und Anlagen.

Mit PNOZmulti 2 als FSoE-Master ist die sicherheitsrelevante Vernetzung mit dem sicheren Radarsensor PSENradar von Pilz mit der sicheren Antriebstechnik PMC (Pilz Motion Control) – beide mit FSoE-Funktionalität – unkompliziert realisierbar. Die Kleinsteuerung vereint zudem als FSoE-Master die Überwachung aller Sicherheitsfunktionen – von Not-Halt über Schutztür bis zu Lichtgittern – einer Applikation in einem Gerät und stellt Verbindungen zu sicheren Slaves im Netzwerk her.

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