Stromversorgung 48-V-Gleichspannung für die Industrie

48-V-DC-Bordnetze bringen in der Fahrzeugindustrie einige Vorteile mit sich. Ob diese auch auf industrielle Anwendungen übertragbar sind, haben wir nachgefragt.

Für Anwendungen im Kleinleistungsbereich bis einige hundert Watt kann man über den Einsatz der 48-V-DC-Spannungsebene nachdenken.
Für Anwendungen im Kleinleistungsbereich bis einige hundert Watt kann man über den Einsatz der 48-V-DC-Spannungsebene nachdenken.
(Bild: © vectorpouch - stock.adobe.com)

Eine DC-Spannungsversorgung mit 48 V ist vor allem aus der Fahrzeugindustrie bekannt. Das Bordnetz von Fahrzeugen wird zunehmend statt mit herkömmlich 12 V oder 24 V mit 48 V Spannung versorgt. „Eine höhere Spannung bedeutet eine geringere Stromstärke. Das wiederum sorgt dafür, dass Leitungsquerschnitte reduziert werden können“, erklärt Alexander Jellenigg, Manager Business Development bei Eaton.

Kleinere Leitungsquerschnitte wiegen weniger

Im Fahrzeug hat das große Vorteile, denn Kabel mit kleineren Leitungsquerschnitten bringen auch weniger Gewicht auf die Waage. Das heißt, es müssen weniger Kilogramm gebremst und beschleunigt werden. Daraus resultieren weniger CO2-Emissionen. Wenn man bedenkt, dass neu zugelassene Lkw ab 2025 laut gesetzlicher Regelungen 15 % und ab dem Jahr 2030 sogar 30 % weniger CO2 im Vergleich zu 2019 ausstoßen dürfen, erklärt dies den zunehmenden Megatrend zu 48-V-Bordnetzen.

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht