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Corona-Krise 35.000 recyclingfähige Gesichtsschilde im Spritzgießverfahren

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mit dem Spritzgießverfahren in nur drei Tagen vom Design bis zum fertigen Produkt – dies haben Ingenieure und Studenten der TU Dresden realisiert. Sie haben recyclingfähige Gesichtsschilde in Rekordzeit entwickelt.

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Zur Herstellung der Gesichtsschilde können recycelte Kunststoffabfälle verwendet werden.
Zur Herstellung der Gesichtsschilde können recycelte Kunststoffabfälle verwendet werden.
(Bild: Kunststoffschmiede im Konglomerat)

In der Corona-Krise unterstützten zahlreiche Unternehmen, Hochschulen und Universitäten mit dringend benötigten Schutzmasken und -kleidung. Viele nutzten dafür den 3D-Druck – Ingenieure und Studenten des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden haben gemeinsam mit dem Forschungsverbund Dresden-Concept e.V. und Biosaxony e.V., der ehrenamtlich tätigen Kunststoffschmiede sowie dem Unternehmen 1st Mould GmbH innerhalb von nur drei Tagen eine Halterung für Gesichtsschilde vom Design bis zum fertigen Produkt realisiert. Anders als bisher wird das Bauteil im Spritzgießverfahren hergestellt. Mit etwa 35.000 Stück ist die Stückzahl deutlich höher als bei bisher vergleichbaren 3D-gedruckten Lösungen.

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Erstes Gesichtsschild kam aus 3D-Drucker

Zunächst meldeten die Dresdner Kliniken einen vermehrten Bedarf an medizinischer Schutzausrüstung. So wurde ein Design für ein Gesichtsschild entwickelt, welches zunächst im 3D-Druckverfahren umgesetzt und dem medizinischen Personal zur Erprobung zur Verfügung gestellt wurde.

Die daraufhin stark ansteigenden Bedarfsmeldungen konnten jedoch nicht ansatzweise mit den im 3D-Druckverfahren zu erreichenden Stückzahlen gedeckt werden. Mitarbeiter des ILK brachten daher eine Ausführung im Spritzgießverfahren ins Gespräch, mit der die Produktion von dringend benötigten Gesichtsschilden um ein Vielfaches erhöht werden konnte. Innerhalb von nur drei Tagen konnte so zusammen mit der Kunststoffschmiede und 1st Mould ein spritzgießgeeignetes Design erarbeitet und zu einem realen Bauteil mit sehr hoher Stückzahl von aktuell ca. 35.000 Stück umgesetzt werden.

Daten Open Source gestaltet

Die Gesichtsschilde wurden in Autodesk Fusion 360 entwickelt.
(Bildquelle: Autodesk)

Die Daten für die Herstellung der Spritzgießbauteile wurden von den beteiligten Partnern bewusst Open Source gestaltet, damit auch andere Einrichtungen und Unternehmen die Produktion aufnehmen und so zur Bedarfsdeckung beitragen können. Hier geht`s zu den Daten

Recycelte Kunststoffabfälle zur Herstellung verwendet

Das besondere Anliegen der Kunststoffschmiede ist es hierbei, dass mit der erarbeiteten Lösung auch recycelte Kunststoffabfälle zur Herstellung der Gesichtsschilde verwendet werden können. Der so erreichbare geschlossene Werkstoffkreislauf schont dabei nicht nur die Umwelt, sondern ist zugleich auch sehr ressourceneffizient.

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