Faserverbundkunststoff Zugstäbe aus IGOREX

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Bauteile aus IGOREX Werkstoffen zeigen besonders bei Zugbeanspruchung hervorragende Eigenschaften. Allerdings erreicht die Krafteinleitung durch Klemmung des Bauteils nur einen geringen Wirkungsgrad, denn sie belastet nur die äußersten Fasern.

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Der Endlosfaserverbund-Werkstoff IGOREX zeigt überall dort seine Stärken, wo Bauteile auf Zug hoch beansprucht werden. (Bild: faigle)
Der Endlosfaserverbund-Werkstoff IGOREX zeigt überall dort seine Stärken, wo Bauteile auf Zug hoch beansprucht werden. (Bild: faigle)

Ausgezeichnete Wirkungsgrade hingegen erzielt der Formschluss durch eine Stahlhülse, die bei Schmelztemperatur der Matrix über dem Ende des Zugstabs ringförmig verpresst wird. Die ringförmige Verpressung verformt die Fasern bis in die innersten Bereiche des Stabes wellenartig und sorgt so für eine faserschonende formschlüssige Kraftübertragung. Die Verbindung kann Kräfte in beiden Richtungen aufnehmen. Es können also auf der gesamten Länge der Zugelemente beliebig geformte Stahlhülsen zur Krafteinleitung aufgepresst werden. Der Verbundwerkstoff wiegt nur ein Fünftel von Stahl und ist bei Temperaturen von -40 °C bis +90 °C einsetzbar. Er ist elektrisch isolierend und weist sowohl eine geringe Wärmedehnung als auch eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf. Die Endlosfasern sind aus Kohlenstoff, Glas oder Aramid und in eine thermoplastische Matrix aus Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Polyphenylensulfid (PPS), Polysulfon (PSU) oder Polyetherketon (PEEK) eingebettet. Diese Matrixwerkstoffe sind gegen eine Vielzahl von Chemikalien beständig. (qui)

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