Gussteile Zerstörungsfreie Prüfverfahren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Zum Bewerten der Güteeigenschaften von Gusstücken aus Gusseisen kommen verbreitet die zerstörungsfreien Prüfverfahren zur Anwendung. So kommen zur Oberflächenprüfung das Magnetpulververfahren

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Zum Bewerten der Güteeigenschaften von Gusstücken aus Gusseisen kommen verbreitet die zerstörungsfreien Prüfverfahren zur Anwendung. So kommen zur Oberflächenprüfung das Magnetpulververfahren nach DIN EN 1369 und die Eindringprüfung nach DIN EN 1371 zum Einsatz. Das Magnetpulververfahren gilt für alle ferromagnetischen Eisen- und Stahlwerkstoffe unabhängig vom Fertigungsverfahren und dient zur Rissprüfung über Ermittlung der Änderungen von magnetischen Feldlinien aufgebrachter Magnetpartikel. Die Eindringprüfung dient zum zerstörungsfreien Nachweis von Oberflächenfehlern und Rissen mit Hilfe einer farbigen Penetrationsflüssigkeit. Wanddickenabhängige Gütestufen sind in den Normen angegeben. In der Vergangenheit wurden hoch beanspruchte Gussteile vorwiegend aus Stahl gefertigt, wofür mehrere Regelwerke für die Ultraschallprüfung wie die DIN EN 12680 und die DIN 1690, Teil 2 und die ASTM-Vergleichskataloge vorhanden sind. Sie enthalten Vergleichsbilder aller typischen Fehlerarten in drei Wanddickenbereiche unterteilt. Inzwischen werden hoch beanspruchte Gussteile zunehmend aus Gusseisen mit Kugelgraphit (alt: GGG, neu: GJS) gefertigt. Für dickwandige Gussteile aus GJS wurde deshalb in Anlehnung an die Vorgehensweise beim Stahlguss ein Fehlerkatalog für das Bewerten von Durchstrahlungsprüfungsbildern in der DIN EN 12 681 geschaffen, bei dem die Fehler acht Fehlerklassen mit fünf Gütestufen und drei Wanddickenbereichen zugeordnet sind. (qui)

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