Die Weltleitmesse für das Fügen, Trennen und Beschichten - die Schweissen und Schneiden 2023 - steht in den Startlöchern: Vom 11. bis 15. September findet sie in der Messe Essen statt. konstruktionspraxis hat die schweißtechnischen Highlights vorab zusammengestellt.
Mit dem neuen Schweißprozess Mix Weld von Cloos lösen Anwender anspruchsvolle Schweißaufgaben auch bei wärmeempfindlichen Werkstoffen.
(Bild: Cloos)
Mit der Classic Gun-Servo bietet Nimak eine Handschweißzange mit servomotorischem Antrieb. Neben dem druckluftfreien Betrieb mit einem Servomotor anstelle eines Pneumatikzylinders, bietet die Servo-Handzange noch weitere Vorteile. Aufbauend auf der Classic Gun, ist diese Zange robust und durch ihr optimiertes Gewicht trotzdem leicht zu handhaben. Unterstützt wird die Bedienung durch die frei wählbaren Hübe und den ergonomischen Aufbau. Je nach Schweißaufgabe, stehen verschiedene Leistungsklassen an Transformatoren zur Verfügung, so dass selbst Aluminium mit den Qualitätsansprüchen einer Großserienproduktion verschweißt werden kann. Mit der Power Gun light und Multi Control hat Nimak zwei Roboterschweißzangen für alle Aluminiumanwendungen im Portfolio. Damit auch jeder Schweißpunkt ein Qualitätspunkt wird, steuert die dazugehörige Multi Control den ganzen Prozess.
Mit dem neuen Schweißprozess Mix Weld von Cloos lösen Anwender anspruchsvolle Schweißaufgaben auch bei wärmeempfindlichen Werkstoffen. Egal ob dick oder dünn, ob Aluminium oder Stahl, ob manuell oder automatisiert – die große Bandbreite bietet für jede individuelle Produktanforderung den richtigen Schweißprozess. Steignähte und Querpositionen können mit diesem Prozess auch linear geschweißt werden, was deutlich Zeit im Prozessablauf einspart. MoTion Weld eignet sich insbesondere für Anwendungen im Feinblechbereich und für Anwendungen bis in niedrigste Leistungsbereiche. Der Schweißprozess zeigt seine Stärken überall dort, wo besondere Anforderungen an die Nahtoberfläche und -optik gestellt werden. Bei Tandem Weld kann die hohe Abschmelzleistung sowohl in Schweißgeschwindigkeit als auch in Volumenfüllung umgesetzt werden, was für dünne und dicke Blechstärken Vorteile bietet. Anwender profitieren von verkürzten Schweißzeiten und reduzierten Nacharbeiten, dank des minimierten Bauteilverzugs, der geringen Streckenenergie und der guten Spaltüberbrückbarkeit.
Zu sehen in Halle 3, Stand 3C63
Punktgenaues Widerstandsschweißen
(Bild: Bosch Rexroth)
In der Automobilbranche werden immer häufiger neue Materialien eingesetzt, zum Beispiel Leichtbauwerkstoffe wie Aluminium und hochfeste Stähle. Diese benötigen besondere Schweißtechniken, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Schweißsteuerung PRC7000 von Bosh Rexroth schließt diese Lücke. Sie funktioniert so einfach wie das Drücken einer Play-Taste. Die Steuerung unterstützt Unternehmen bei der Suche nach den richtigen Schweißparametern, dem Übergang zur adaptiven Steuerung und der automatisierten Suche nach den optimalen Überwachungsgrenzen. Die Widerstandsschweißsteuerung verfolgt moderne Ansätze mit KI-gestützter Prozessoptimierung, schneller Inbetriebnahme, fortschrittlichen Prozessreglern und Qualitätsüberwachungssystemen. Somit kann sie ein wesentliches Element zur Erhöhung der Produktivität und Qualität in der Fertigung sein. Mit Funktionen wie "Adaptive Position Regulation" lässt sich der Schweißprozess außerdem präzise kontrollieren, um eine höhere Schweißpunktqualität zu erzielen. Dieser Ansatz kombiniert elektrische und mechanische Prozessgrößen und ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Schweißqualität für verschiedene Materialien und Materialkombinationen.
EWM hat die Picotig-Reihe um ein neues Modell erweitert: die Picotig 220 puls DC. Die integrierte Power Factor Correction (PFC) sorgt dabei für eine erhöhte Ausgangsleistung. Durch den hohen Wirkungsgrad und die Standby-Funktion ist das Kraftpaket besonders strom- und damit kostensparend. Beim WIG-Schweißen können Schweißströme von 220 A bei 40 % Einschaltdauer und beim E-Hand-Schweißen 190 A bei 35 % Einschaltdauer erreicht werden. Damit hebt sich die Picotig 220 puls DC deutlich vom Vorgängermodell ab. Die Länge der Netzzuleitung beträgt 3,5 m. Somit bietet die Picotig 220 puls DC einen großen Arbeitsradius, ganz ohne Verlängerungskabel. Direkt am ergonomischen Tragegriff befindet sich ein Kabelhalter zur Aufnahme des Netzkabels.
Rehm hat die Invertig i in das Portfoio seiner dreiphasigen WIG-Geräter aufgenommen. Die Baureihe lässt sich einfach bedienen und bietet eine Vielzahl an Schweißprozessen. Zu den wichtigsten Weiterentwicklungen gehören:
Neue AC-Kurvenformen
Spot für DC und AC
Puls DC bis 17.500 Hz
Puls AC bis 17.500 Hz
Mittelwert Anzeige
Schweißstrom über Mittelwert einstellbar
Vom Pulsstrom I2 unabhängiger Wert für den zweiten Brennertaster
Im neuen Triangle-Design: die Tigzone Endurance Series
(Bild: EWS)
EWS hat vier Brennertypen für anspruchsvolle WIG-Anwendungen neu im Programm: Zweimal luft-, zweimal wassergekühlt. Das ist die neue Tigzone Endurance Series mit den Hochleistungsbrenner der Serie AE130, AE210, AQ310 sowie AQ410. Die Hochleistungsbrenner haben ein Triangle-Design und verfügen über diverse Schalteroptionen. Die Schlauchpakete mit den Super-Flex Kabeln, ummantelt mit Schlangen-Leder, sorgen für Flexibilität beim Schweißen. Noch dazu sind sie mit jeder Schweißmaschine kompatibel. Passend dazu stellt EWS auch seine Wolframelektrode GEN3 vor. Sie hat einen perlkupfernen Farbcode und einen Anteil von drei Prozent seltenen Erden. Sie überzeugt mit ihrer hohen Zündfreundlichkeit und langen Standzeit selbst bei anspruchsvollen industriellen Anwendungen. Dabei gehen Schweißer mit EWS auf Nummer sicher. Innerhalb der Ergo Series der Marke Rhino Protection schützen fünf besonders ergonomische Schweißerhandschuhe bei allen WIG- und MIG/MAG-Anwendungen.
Stand: 08.12.2025
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Pitec hat mit PIT - Pneumatic Impact Treatment ein reproduzierbares Verfahren entwickelt, das gezielt Druckeigenspannungen in die kritischen Stellen von Bauteilen induziert und bei Schweißnähten gleichzeitig die Geometrie am Nahtübergang optimiert. Im Ergebnis wird bereits bei der Entstehung von Ermüdungsrissen entgegengewirkt. Zusätzlich ermöglicht PIT Herstellern von dynamisch belasteten Konstruktionen das Realisieren von Leichtbaupotenzialen bei bis zu 40 Prozent Materialeinsparungen, Einhaltung von Ermüdungsklassen und eine hohe Bauteilsicherheit. Neben den unzähligen wissenschaftlichen Nachweisen zum HFMI-Effekt als solches, wurde durch die Universität Stuttgart insbesondere die hohe Reproduzierbarkeit von PIT ohne die Gefahr einer Überbehandlung bestätigt.
Migatronic hat den kollaborative Schweißroboter CoWelder Combi entwickelt. Der Schweißroboter bietet sowohl MIG/MAG- als auch WIG-Schweißverfahren in einer einzigen, agilen Lösung. Der CoWelder Combi kann ohne nennenswerte Verzögerungen oder Unterbrechungen zwischen MIG/MAG- und WIG-Schweißverfahren wechseln. Diese Flexibilität gewährleistet einen kontinuierlichen und effizienten Arbeitsablauf, der es den Bedienern ermöglicht, unterschiedliche Schweißanforderungen und Materialien nahtlos zu verarbeiten. Durch die Möglichkeit, mit demselben Roboter zwischen zwei Schweißverfahren zu wechseln, macht der CoWelder Combi den Einsatz mehrerer Speziallösungen überflüssig. Diese Vielseitigkeit ermöglicht eine flexible Produktionslinie, mit der Hersteller schnell auf unterschiedliche Schweißanforderungen, Projektspezifikationen und Materialanforderungen reagieren können.
Zu sehen in Halle 1, Stand 1A20
Schweißgerät gleicht Bauteiltoleranzen von bis zu 30 Prozent aus
(Bild: Fronius)
Fronius bietet zu iWave ab sofort WIG Kaltdrahtkomponenten an. Diese lassen sich intelligent regeln, so dass es selbst Amateuren leicht fällt, perfekte WIG Schweißnähte zu ziehen. Möglich macht dies das patentierte Welding Package TIG Dynamic Wire. Denn die dynamische Drahtregelung wählt stets die richtige Vorschubgeschwindigkeit aus. Der Prozess passt sich der Schweißerin oder dem Schweißer an, nicht umgekehrt. Die Leistungsklassen der iWave von 300i bis 500i können zum WIG Kaltdrahtsystem aufgerüstet werden. Das Welding Package TIG DynamicWire ist per Softwarefreischaltung sofort einsatzbereit und kann jederzeit auch bei bestehenden iWave-Systemen nachgerüstet werden. Das Besondere an der Dynamic Wire ist die automatische Selbstregelung. Das Schweißgerät passt die Drahtvorschubgeschwindigkeit aktiv an das Schweißverhalten, die Brennerposition und die aktuellen Gegebenheiten an. Sogar Bauteiltoleranzen von bis zu 30 Prozent gleicht das System automatisch aus. Das Ergebnis: stets perfekte Schweißnähte. Bis ins kleinste Detail hat Fronius bei der Entwicklung des Kaltdrahtsystems darauf geachtet, dass Schweißer mit wenigen Handgriffen und Einstellungen optimal arbeiten können. Die Drahtzuführung wird einmalig eingestellt und bleibt danach stabil in Position. Der Halter ist besonders leicht, denn er entsteht in materialsparendem Aluminium-3-D-Druck. Er ist ergonomisch und in der Anwendung flexibel. Auch die störende Vibration am Brennergriff entfällt, da der neuartige Kaltdraht-Schweißprozess TIG DynamicWire – anders als vergleichbare Lösungen – komplett ohne mechanische Vor- und Rückwärtsbewegung des Drahtes auskommt.
Das akkubetriebene Schweißgerät Renegade Volt ES 200i von ESAB für das Stabelektroden-/WIG-Schweißen wurde von ESAB und Stanley Black & Decker gemeinsam entwickelt. Betrieben mit vier Dewalt Flexvolt-Akkus mit zwölf Ah (Amperestunden) bietet Renegade Volt im Akkubetrieb zehn bis 130 A für das Stabelektrodenschweißen und zehn bis 150 A für das WIG-Schweißen. Renegade Volt kann auch an ein 120-V-/230-V-Wechselstromnetz angeschlossen werden und bietet bei Anschluss an ein 230-V-Wechselstromnetz einen maximalen Schweißstrom von 200 A. Darüber hinaus verfügt die Renegade Volt über einen exklusiven AMP+ Hybrid-Modus, der den Netzstrom durch Batteriestrom ergänzt, um das Auslösen von Leitungsschutzschaltern zu vermeiden.
Bei Verwendung der vier im Lieferumfang enthaltenen Flexvolt-Akkus mit zwölf Ah und bei 80 A Schweißstrom ermöglicht die Renegade Volt mit einer einzigen Akku-Ladung und unter normalen Betriebsbedingungen Schweißvorgänge mit bis zu 33 Rutilelektroden oder WIG-Schweißvorgänge bis zu 45 Minuten.
Ein Schnellladegerät mit vier Anschlüssen lädt die zwölf Ah Akkus in ungefähr 100 Minuten von Null auf Vollladung auf. Entladene Akkus können in wenigen Sekunden gegen neue Akkus ausgetauscht werden, sodass die Anwender ohne Unterbrechung weiter schweißen können. Die Akkubox kann abgenommen werden, um Transport und Lagerung zu vereinfachen und die Arbeit bei Anschluss an das Stromnetz komfortabler zu gestalten. Die Maschine wiegt mit Akkus und Akkubox 23 Kilogramm und bei abgenommener Akkubox zehn Kilogramm.