Wissensmanagement
Ausscheidende Mitarbeiter: das Erfahrungswissen bewahren

Von Dr. Georg Kraus, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Kraus & Partner, Bruchsal 6 min Lesedauer

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Wie stellen wir sicher, dass das (Erfahrungs-)Wissen unserer Mitarbeitenden nicht verloren geht? Das fragen sich zurzeit viele Unternehmen – auch weil in den kommenden Jahren zahlreiche Mitarbeitende altersbedingt aus ihrer Organisation ausscheiden.

Auch das Wissensmanagement muss an das digitale Zeitalter angepasst werden. Um in einer Organisation einen fluiden bereichs- und funktionsübergreifenden Wissensmarkt zu etablieren, muss man zunächst die Ist- bzw. Ausgangssituation analysieren.(Bild:  Kraus & Partner, Bruchsal)
Auch das Wissensmanagement muss an das digitale Zeitalter angepasst werden. Um in einer Organisation einen fluiden bereichs- und funktionsübergreifenden Wissensmarkt zu etablieren, muss man zunächst die Ist- bzw. Ausgangssituation analysieren.
(Bild: Kraus & Partner, Bruchsal)

„Wie sorgen wir dafür, dass wertvolles Wissen in unserer Organisation erhalten bleibt, und wie können wir dieses so speichern, dass es an andere Personen weitergegeben werden kann?“ Das fragten sich Unternehmer schon als der Begriff Wissensmanagement noch nicht existierte. So dachten zum Beispiel Händler und Landwirte darüber nach: Wie geben wir das Wissen, das sich im Laufe der Jahre in unseren Köpfen angesammelt hat, an unsere Nachkommen weiter? Und Spezialisten wie Handwerker fragten sich: Wie vermitteln wir unser Experten- und Erfahrungswissen an unsere Mitarbeitenden?

Wissensvermittlung ist ein Managementprozess

Seit Bestehen der Menschheit erfolgte diese Wissensweitergabe in mehr oder minder strukturierter Form. Doch lange Zeit wurde diese Wissensvermittlung nicht als ein Managementprozess verstanden, der zielorientiert gestaltet werden sollte. Dieses Bewusstsein entwickelte sich erst im Verlauf der Industrialisierung, als