Schließringbolzen Windtürme mit wartungsfreiem Befestigungssystem
Schließringbolzen von Alcoa Fastening Systems (AFS) werden nun auch beim Bau von Gittermasttürmen für Windenergieanlagen eingesetzt. Hier sorgen sie für langfristige Stabilität zu sehr geringen Kosten. Daraus resultieren im Vergleich mit herkömmlichen Schraubverbindungen deutliche Einsparungen.
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Die als „wartungsfrei“ zertifizierten Befestigungssysteme der Huck BobTail-Reihe wurden von dem Stahlbau-Unternehmen Butzkies für einen speziellen Gittermastturm ausgewählt. Aufgrund der Ergebnisse des Pilotprojektes wird das Unternehmen die Huck BobTail-Schließringbolzen auch für die Serienfertigung seiner neuartigen Türme einsetzen: In einem ersten Schritt sollen drei Gittermasttürme mit dem Huck BobTail-System gebaut werden. Die Nabenhöhe beträgt jeweils 100 m.
In Windkraftanlagen sind vor allem die mechanischen Verbindungselemente sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Mit steigender Nabenhöhe nehmen die auf den Turm wirkenden Kräfte so stark zu, dass Windböen dessen gesamte Konstruktion in Schwingung versetzen können.
Schraubverbindungen müssen immer wieder überprüft werden
„Keine herkömmliche geschraubte Verbindung hält einer hohen mechanischen Belastung dauerhaft stand. Im Laufe der Zeit werden Schraubverbindungen locker und können bei einem Windturm zu erheblichen Problemen führen. Um die Betriebsfestigkeitsbestimmungen jederzeit im vollen Umfang zu erfüllen, müssen Schraubverbindungen daher immer wieder überprüft, nachgezogen und bei Bedarf ausgetauscht werden. Im Laufe der Jahre kostet das den Betreiber der Anlage sehr viel Geld. Dieses Problem wollten wir beim Bau unserer Gittermasttürme von Anfang an vermeiden. Daher haben wir uns konsequent gegen den Einsatz von herkömmlichen Schrauben entschieden und unsere Testanlage stattdessen mit den Huck BobTail-Schließringbolzen von Alcoa Fastening Systems ausgestattet", so Detlef Bengs, Geschäftsführer Butzkies Stahlbau.
Einsatz der Schließringbolzen bringt entscheidende Vorteile
Im Rahmen eines "Turmmonitoring"-Pilottests, der als gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Rostocker Anwendungszentrum Großstrukturen in der Produktionstechnik der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Wirtschafts- und Technologieförderung Schleswig-Holstein realisiert wurde, zeigte sich schnell, dass der Einsatz der BobTail-Schließringbolzen entscheidende Vorteile hat.
Um Ihre Idee auf Herz und Nieren zu testen, errichtete Butzkies einen speziellen Gittermastturm mit einer Nabenhöhe von 61,5 m. Die gesamte Konstruktion wurde mit insgesamt 4360 Huck BobTail-Schließringbolzen ausgestattet. Bereits beim Aufbau des Turmes zeigten sich die ersten Vorteile dieses innovativen Systems: Der Butzkies-Turm wurde in kürzester Zeit vor Ort errichtet, denn die speziellen Huck BobTail-Befestiger lassen sich ca. 75 % schneller installieren als vergleichbare herkömmliche Schraubverbindungen. Im speziellen Falle des Prototypen konnten allein dadurch ca. 14 Stunden eingespart werden. Zudem ist die Klemmkraft des Huck BobTail-Systems sehr hoch, vorhersagbar und extrem zuverlässig.
Verzicht auf zeit- und kostenintensive Wartungsarbeiten
Der entscheidende Mehrwert ergibt sich jedoch durch den vollständigen Verzicht auf zeit- und kostenintensive Wartungsarbeiten, die bei einem großen Gittermastturm mit einer Nabenhöhe von 130 m jährlich rund 15.000 € betragen können. Der Grund: Als weltweit einzige Lösung ihrer Art ist das Huck BobTail-System vollständig wartungsfrei. Diese besondere Eigenschaft wurde auch vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (Nummer Z-14.4-591) bestätigt. Im Gegensatz dazu sind bei herkömmlichen Schaubverbindungen an der Turmkonstruktion regelmäßige Wartungsarbeiten zwingend erforderlich.
„Wir freuen uns, dass unsere Schließringbolzen der Huck BobTail-Reihe nun auch beim Bau von Windenergieanlagen eingesetzt werden“, ergänzt Alexander Petri, Key Account Sales Manager bei Alcoa. „Mit unserer Lösung bieten wir eine überzeugende Alternative für eine wichtige Zukunftsbranche. Die Betreiber von Windparks erhalten die nötige Sicherheit für den langfristig zuverlässigen Betrieb ihrer Anlagen und gleichzeitig tragen wir zu signifikanten Kosteneinsparungen bei.“ (jv)
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