World Humanoid Robot Games
Wie sich humanoide Roboter bei den ersten Weltspielen schlugen

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 5 min Lesedauer

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Drei Tage lang sind kürzlich in Peking mehr als 500 humanoide Roboter aus 16 Ländern bei den ersten Weltspielen für humanoide Roboter gegeneinander angetreten – mit beeindruckenden Leistungen und auch lehrreichen Pannen.

Von Sprint über Basketball bis hin zu Synchrontanzen: Kürzlich traten humanoide Roboter in 487 Wettbewerben in 26 „Sportarten“ gegeneinander an. (Bild: ©  MutshI - stock.adobe.com / KI-generiert)
Von Sprint über Basketball bis hin zu Synchrontanzen: Kürzlich traten humanoide Roboter in 487 Wettbewerben in 26 „Sportarten“ gegeneinander an.
(Bild: © MutshI - stock.adobe.com / KI-generiert)

„6 Minuten und 34 Sekunden!” So lautete die Siegerzeit, mit der „H1“, ein zweibeiniger Roboter des chinesischen Startups Unitree, die Goldmedaille im 1500-Meter-Lauf gewann. Im Einsatz war noch eine Fernbedienung, wie auch bei den meisten anderen Metall-Athleten. Der zweitplatzierte „Tianjiao“ aber, der für seinen Hersteller Beijing-X-Humanoid ins Rennen gegangen war, lief schon völlig autonom. Es war kein Trainer mehr nötig, der am Rand neben ihm herlief.

Autonomer Läufer gewinnt im 100-Meter-Sprint

Auch beim 100-Meter-Sprint ging die Goldmedaille an einen der wenigen Sportler, der bereits über hinreichend künstliche Intelligenz verfügte, um völlig autonom zu laufen. „Tiangong Ultra”, ebenfalls von Beijing-X-Humanoid, war zwar nicht die beste Zeit über 100 Meter gelaufen, ein anderer Zweibeiner war schneller. Doch weil der Humanoid mit der absoluten Bestzeit noch mit Fernbedienung unterwegs war, wurde seine Zeit anders gewertet. Ähnlich wie bei einem Segelrennen werden bei der Roboter-Olympiade technische Unterschiede durch Multiplikatoren und eine Art Punktesystem ausgeglichen.