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Compamed 2016

Wie sich die Digitalisierung auf die Medizintechnik auswirkt

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Jeder dritte Deutsche nutzt Gesundheits-Apps

Ohne Zweifel auf dem Vormarsch sind Mobile Health-Anwendungen, bei denen Gesundheitsleistungen durch mobile Kommunikationsgeräte erbracht werden. Gesundheits-Apps werden immer beliebter. Allein im engeren Bereich der Gesundheitsversorgung gibt es rund 100.000 Apps, die zunehmend auch von Medizintechnikunternehmen angeboten werden. Insgesamt sind fast eine halbe Million Angebote über App-Stores erhältlich, die Zahl der Downloads hat 2015 die Zahl von drei Milliarden überschritten – eine Verdoppelung in nur zwei Jahren.

Nach einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung haben schon 30 Prozent der Deutschen eine Gesundheits-App auf ihrem Smartphone. Bei den Anwendungen geht es laut BVMed beispielsweise um die Stärkung der Gesundheitskompetenz, um Analyse und Erkenntnisgewinne, um indirekte Interventionen durch das kontinuierliche Erfassen und Auswerten von gesundheitsbezogenen Informationen, um Online-Kurse, um die Dokumentation von Gesundheits- und Krankheitsgeschichten, um die Organisation und Verwaltung von Prozessen oder um den Einkauf und die Versorgung über Online-Apotheken.

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Kleinster Drucksensor auf der Compamed 2016

Ideal geeignet für mobile Anwendungen insbesondere im Bereich Beatmung ist der kleinste Differenzdrucksensor der Welt, den Sensirion zur Compamed 2016 präsentieren wird. Der digitale Baustein kann aufgrund seiner geringen Größe von nur fünf mal acht mal fünf Millimetern in Geräte eingebaut werden, in denen wegen des geringen Platzes gar keine Sensorik möglich war. Zusätzlich können bestehende Geräte dank des kleinen Sensors um ein Vielfaches kleiner gestaltet werden. Nebst seiner minimalen Abmessungen überzeugt der Differenzdrucksensor `SDP3x´ auch mit einer herausragenden Genauigkeit und Langzeitstabilität und ist zudem frei von Nullpunktdrift. Der Sensor ist daher bestens geeignet für die Messung von Massenfluss in einer Bypass-Konfiguration. Vorgesehen ist der neue Sensor für Medizingeräte in der Heimpflege, für portable Medizingeräte und intelligente Inhalatoren. Der SDP3x basiert auf der neuesten Generation der CMOSens Sensorchips und ist das Herzstück von Sensirions neuer Sensorplattform zur Messung von Differenzdruck und Massenfluss.

3D-Druck soll auch die Medizintechnik revolutionieren

„Ob in der Forschung, der industriellen Fertigung oder im Krankenhaus: Der 3D-Druck revolutioniert die Medizintechnik“, konstatiert Kathrin Schäfer, Redakteurin der Fachzeitschrift DeviceMed, die seit Jahren zusammen mit der Messe Düsseldorf das Compamed Suppplieres Forum veranstaltet. Wie richtig diese These ist, beweist das Forschungsprojekt „LightFlex“ das das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT mit verschiedenen Industriepartnern durchführt. Ziel des Vorhabens sind medizinische Prothesen, die in Kombination aus 3D-Druck und Faserverbund-Technologie hergestellt werden sollen.

Generativ gefertigt statt gegossen

Faserverstärkte Spritzgussteile haben einen großen Nachteil: Sie lassen sich kaum an individuelle Wünsche und Bedürfnisse anpassen. Da die entsprechenden Werkzeuge teuer und unflexibel sind, ist eine Fertigung in der Regel nur als Großserie möglich. Deshalb sollen Spritzgusskomponenten durch generativ gefertigte ersetzt werden: Durch den 3D-Druck lassen sich Bauteile nahezu beliebig individualisieren und funktionalisieren, bevor sie mit einem thermoplastischen Faserverbundkunststoff gefügt werden und so die geforderte Belastbarkeit erreichen. Seit 2004 ist der Markt für das Additive Manufacturing jährlich um rund 20 Prozent gewachsen (lt. Wohlers Report 2016) – für die kommenden Jahre kündigt sich weiteres starkes Wachstum an, auch getrieben von Anwendungen in der Medizintechnik. (mz)

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