Profildichtungen

Wie man Spannungsrisse bei Profildichtungen vermeidet

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Spannungsrisse nach 24 Stunden

Jetzt soll die Zugspannung und die Ingredenzien der elastomeren Mischungen für eine Dauer von 24 Stunden gleichermaßen auf die Probekörper einwirken. Die Temperatur sollte dabei 50 °C betragen. Nach 24 Stunden werden die aus Elastomeren hergestellten Probekörper von den Plexiglas-Biegestäben entfernt. Danach ermittelt man die Entfernung des ersten sichtbaren Spannungsrisses von der Einspannstelle. Die Spannungsrisse werden im Fachjargon als Silberfischchen bezeichnet und sind unter einem bestimmten Blickwinkel zum Biegestab sehr gut sichtbar.

Mit Hilfe der ermittelten Entfernung kann die dort wirkende Biegespannung errechnet und als Grenzspannung bezeichnet werden. Erfahrungswerte geben vor, welche Grenzspannung mindestens erreicht werden muss, um eine Rissbildung von Plexiglas oder Polycarbonat in der Praxis zu vermeiden. Dichtungsmaterial, das in Kontakt mit diesen Kunststoffen ist, sollte Grenzspannungen von über 15 MPa erreichen.

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Beeinträchtigte Prüfergebnisse

Verändert sich die Zusammensetzung der Dichtungspartner – also des Dichtmaterials und des Materials, auf dem die Dichtung aufgebracht wird – führt das zu einer Veränderung der Prüfergebnisse. Alterungsprozesse und Witterungseinflüsse sind Faktoren, die sich auf Dauer nicht ausschließen lassen und ebenfalls eine Veränderung herbeiführen. Umso wichtiger ist es, dass Anwender im Vorfeld genau prüfen, wofür der Werkstoff eingesetzt werden soll und wie er auf andere Materialien wirkt. (kj)

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