Whitepaper Wie KI dem Fachkräftemangel entgegenwirkt

Quelle: Lernende Systeme – Die Plattform für Künstliche Intelligenz 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) kann einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Ein aktuelles Whitepaper der Plattform Lernende Systeme zeigt anhand von Praxisbeispielen das Potenzial sowie die Herausforderungen des KI-Einsatzes und benennt die notwendigen Rahmenbedingungen für die KI-unterstützte Fachkräftesicherung.

Fachkräfteengpässe bedrohen Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Deutschland. Künstliche Intelligenz kann einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Fachkräfteengpässe bedrohen Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Deutschland. Künstliche Intelligenz kann einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Fachkräftemangel schlägt sich bereits heute in vielen Branchen und Berufen nieder. So waren laut aktueller Studien im vierten Quartal 2022 1,9 Millionen Stellen unbesetzt. Mit dem Renteneintritt der Babyboomer wird sich die Situation noch verschärfen. Die demografische Entwicklung und der strukturelle Wandel unserer Arbeitswelt erforderten neue Strategien und innovative Lösungsansätze, heißt es im Whitepaper „KI für die Fachkräftesicherung nutzen“ der Plattform Lernende Systeme.

Der Einsatz von KI kann Fachkräftegenpässen entgegenwirken. KI-Systeme am Arbeitsplatz können Tätigkeiten automatisieren, auf diese Weise Beschäftigte entlasten und die Produktivität im Unternehmen steigern. Die Autoren des Whitepapers betonen, dass vor allem das bislang ungenutzte Arbeitsmarktpotenzial in der Bevölkerung zu heben sei.

KI-Kompetenzen und Recheninfrastruktur notwendig

Demografisch bedingt scheidet in den nächsten Jahren eine ganze Generation an Fachkräften aus dem Arbeitsleben aus. Mit ihr verlasse wertvolles Erfahrungswissen die Betriebe, das oft nur in den Köpfen und Körpern der Beschäftigten vorhanden sein, heißt es in dem Whitepaper. KI-basierter Wissenstransfer kann zum Erhalt dieses impliziten Wissens beitragen. So könnte ein Assistenzsystem mittels unterschiedlicher Sensoren die Arbeitsschritte von Beschäftigten erfassen, das Erfahrungswissen dahinter lernen, speichern und an die neuen Generationen von Fachkräften weitergeben.

KI wird Fachkräfteengpässe zwar nicht im Alleingang beseitigen können. Der Einsatz der Technologie kann aber einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Fachkräftebasis in Wirtschaft und Verwaltung leisten, wenn wir die passenden Rahmenbedingungen schaffen.

Christoph Schmidt, Präsident des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung sowie Mitglied der Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme.

Die Autoren des Whitepapers empfehlen, bereits in den Schulen ein grundlegendes Verständnis von KI zu fördern, etwa im Informatikunterricht. Die KI-basierte Automatisierung wird auch die Weiterqualifizierung der heutigen Beschäftigten erfordern. KI-Anwendungen brauchen zudem leistungsstarke Daten- und Recheninfrastrukturen, in die Wirtschaft und öffentliche Hand investieren sollten.

Das Whitepaper „KI für die Fachkräftesicherung nutzen. Lösungsansätze für Automatisierung, Teilhabe und Wissenstransfer“ wurde von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Arbeit/Qualifikation, Mensch-Maschine-Interaktion der Plattform Lernende Systeme verfasst und steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

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