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Frequenzumrichter

Wie geschnitten Brot: Holzdielen vom laufenden Band

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Rasanter Schnitt: Doppelendprofiler

Mit diesem Doppelendprofiler lassen sich Längs- und Quernuten in Fußbodendielen rationell und sehr hoher Stückzahl fräsen. Der hohe Automatisierungsgrad dieser Fertigungsanlage ermöglicht einen hohen Durchsatz und so den wirtschaftlichen Betrieb des Kunden. Bereits ein Plus von 5 % des jährlichen Ausstoßes führt zu einer deutlichen Senkung der Stückkosten.

Um unter den Bedingungen der extrem hohen Stückzahlen die Höchstverfügbarkeit der Anlage zu erzielen und Platz zu sparen, wurde die Zuführung der Profilierungsanlage auf zwei Ebenen ausgelegt. Zunächst hebt ein Tandemportal die Rohstreifen auf die obere Ebene und legt sie auf den Stapelplatz ab. Hubtische takten den Stapel hoch. Das ist eine Voraussetzung für die Hochleistungsbeschickung. Anschließend wird die Anlage mit Hilfe zweier Verfahrwagen jeweils einzeln beschickt. Angetriebene Bürstenwender drehen die Platten um 180 Grad, so dass die Gut-Seite nach unten weist.

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Um die Dielen der Bearbeitungsmaschine zuzuführen, werden sie zunächst mit einem Vakuumband bei hoher Geschwindigkeit aus einem Magazin vereinzelt. Es wird durch einen Synchronmotor angetrieben, der wiederum gespeist durch einen Frequenzumrichter Movidrive vom Hersteller SEW-Eurodrive.

Ein spezielles Programm der im Umrichter integrierten Ablaufsteuerung Ipos sorgt dafür, dass der erforderliche Abstand zwischen den Dielen eingehalten werden kann. Projektleiter Sergej Sperling erläutert, was das Konzept erreicht: „Die Dielen sind 1,3 m lang. Bei der Längsprofilierung arbeiten wir mit 350 m Vorschubgeschwindigkeit – in der Minute! Mit dem erforderlichen Abstand zwischen den Dielen schaffen wir also 250 Teile pro Minute.“

Längsmaschine bürstet, lackiert und wachst

In der Längsmaschine werden die Dielen gebürstet, die Fasen lackiert und die Längskanten gewachst. Zur Reduzierung der Geschwindigkeit werden sie in einer Kurve aufgeschuppt und dann im Magazin der Quermaschine abgelegt. Eine Kette mit Nocken zieht die Dielen einzeln mit einem festgelegten Abstand aus dem Stapel zur Bearbeitung von Nut und Feder.

In gemeinsamen Projektbesprechungen mit dem Technischen Büro Herford haben Kraft Maschinenbau und SEW-Eurodrive die Komponenten festgelegt. „SEW unterstützte uns umfassend bei der Auslegung der Antriebskomponenten", sagt Projektleiter Sergej Sperling. „Die Anlagen sind gut zugänglich und gut bedienbar, die Wartung des Doppelendprofilers wurde immer weiter optimiert. Gemeinsam fanden wir neue Lösungen, die die Anlage verbessern und die Standzeiten erhöhen.“

SPS IPC Drives 20167: Halle 3, Stand 420

* Gunthart Mau, Referent Fachpresse, SEW-Eurodrive

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