Sicherheits-Lichtschranke

Wie eine Reflexions-Lichtschranke das Tablarmanagement in einem Kleinteilelager unterstützt

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„Die Anschlusstechnik ist nicht nur innerhalb der Baureihe mechanisch und elektrisch kompatibel, sondern entspricht auch dem marktüblichen Standard, wodurch wir keine konstruktiven Änderungen bei der Integration der WL100 Bright Light vornehmen mussten“, beschreibt Johannes Traub einen weiteren Vorteil und fährt fort: „Von entscheidender Bedeutung aber ist, dass diese Lichtschranke absolut keine Probleme mit der Detektion depolarisierender Oberflächen im Nahbereich hat.“

Reflexionslichtschranken arbeiten mit polarisiertem Licht. Transportkisten mit Kunststoffoberflächen, wie sie in der Lager- und Fördertechnik üblich sind, können dieses Licht depolarisieren. Bei Nahbereichsapplikationen kann es dann zu Fehlschaltungen des Sensors führen. Die WL100 Bright Light eliminiert diesen Effekt weitestgehend.

Positionsinformationen der Lichtschranken klären die Tablarbelegung

Das RFID-gesteuerte Tablarmanagement ermöglicht eine effektive Raumnutzung sowohl im eigentlichen Lager als auch auf dem Tablar selbst. „Je nach Kundenspezifikation können sich auf einem Tablar bis zu acht Behälter unterschiedlicher Größe befinden“, erklärt Johannes Traub. „Sie sind so zusammengestellt, dass mehrere Einzelteile, die zum Beispiel zeitgleich in einer Produktion oder in einer Lieferkommissionierung benötigt werden, auf einem Tablar vorhanden sind.“ Dadurch kann eine noch geringere Zugriffszeit im AKL erreicht werden.

Sowohl jedes Tablar als auch jeder darauf befindliche Behälter sind mit einem Transponder gekennzeichnet. Um zu erkennen, wieviele Behälter auf dem Tablar wo positioniert sind, benötigt die Steuerung des Tablarmanagementsystems die RFID-Leseergebnisse und die Informationen der Lichtschranke.

In dem Augenblick, in dem ein Tablar in die Einlagerstrecke einfährt, erfassen die Lichtschranken sukzessive die darauf befindlichen Behälter. Gleichzeitig werden die Transponder sowohl des Tablars wie der darauf befindlichen Behälter vom RFID-Lesegerät ausgelesen, das unterhalb der Förderstrecke installiert ist.

„Die Vorteile liegen in der Zeitersparnis und Fehlersicherheit des Kommissionierpersonals. Bei einer Einlagerung von Behältern auf Tablaren muss die Position der Behälter nicht mehr am Rechner eingegeben werden. Außerdem ist beim Kommissionieren der Ware ein Umstellen der Behälter möglich, ohne das eine weitere Eingabe notwendig ist“, erklärt Johannes Traub. „Ohne die Zuverlässigkeit der Lichtschranken-Signale wäre diese eindeutige Zuordnung nicht möglich.“

Mit der Lichtschranke kann das RFID-Tablarmanagement sicherstellen, dass die richtigen Kleinteile aus den Kisten auf dem jeweiligen Tablar entnommen werden. Damit ist gewährleistet, dass in einer Materialfluss- oder einer Kanban-Steuerung alle im Prozess benötigten Teile zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen.

*Dipl.–Ing. Wolfram Tanner ist Produktmanager in der Division Industrial Sensors der Sick AG, Waldkirch, Dipl.–Ing. (FH) Ralf Küpper im Vertriebsaussendienst bei der Sick Vertriebs-GmbH, Düsseldorf.

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