Kupplungstechnik

Werkzeugwartung der Extraklasse

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Komplettinspektion von Funktionen und Komponenten

Deutlich zeitintensiver gestalten sich die Wartungsarbeiten an den Werkzeugen, die jetzt auf dem Programm stehen: Dazu werden die geschlossenen Werkzeuge auseinandergezogen, die beiden Hälften auf der Station gekippt, komplett zerlegt, instandgesetzt, gereinigt und abschließend wieder zusammengebaut. „Mit der Inspektionsvorrichtung können wir das Werkzeug vollumfänglich prüfen. Kühlung, Elektrik, Heizkanäle, Kernzüge, Hydraulik – alle Komponenten und Funktionen lassen sich auf der Stäubli Station perfekt kontrollieren. Bevor das Werkzeug danach wieder auf der Spritzgießmaschine zum Einsatz kommt, durchläuft es ein komplettes Prüfprogramm auf der Wartungsstation unter Einsatzbedingungen“, erklärt Martin Resl.

Turnusmäßige Wartungen der Werkzeuge stehen im Durchschnitt alle zwei Monate nach jeweils 30.000 bis 50.000 Schuss auf dem Programm. Eine Komplettwartung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Um das Werkzeug so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen zu können, beschäftigt sich die ZKW-Instandhaltungsmannschaft rund um die Uhr im 3-Schicht-Betrieb mit der Inspektion. „Im Regelfall haben wir das Werkzeug innerhalb von wenigen Schichten wieder im Einsatz“, so Martin Resl.

Hochflexibler Einsatz der Wartungsstation

Dabei bewährt sich die Stäubli Wartungsstation längst nicht nur bei regulären Wartungsarbeiten. Vielmehr nutzen die ZKW-Werkzeugbauer die Station auch für die Durchführung konstruktiver Änderungen an den Werkzeugen sowie im Reparaturfall. Die Inspektionsvorrichtung hat sich als Manipulationsgerät für Werkzeuganpassungen so hervorragend bewährt, dass heute rund die Hälfte ihrer Belegung auf Versuche und Anpassungen entfällt, die andere Hälfte auf klassische Inspektionsaufgaben.

Sowohl im einen wie im anderen Fall leistet die Wartungsstation einen wertvollen Beitrag zu mehr Sicherheit und Qualität bei den anspruchsvollen Arbeiten, wie Martin Resl überzeugend darlegt: „Dank der Wartungsstation und den einhergehenden Kontrollmöglichkeiten bleibt die Fehlerquote in den vorgegebenen Parametern. Die Qualität der Wartungsmaßnahmen erreicht durch die Qualifikation unserer Mitarbeiter in Kombination mit den technischen Möglichkeiten der Stäubli-Station ein hervorragendes Niveau.“

Die Inspektionsvorrichtung ist sehr flexibel ausgelegt, so dass sich unterschiedlichste Werkzeuge schnell und problemlos spannen lassen. Besonders einfach ist es bei den sogenannten WPX-Werkzeugen, die alle über die gleiche Grundplatte verfügen. Alle anderen Werkzeuge werden mit Zentrierring und Schnellspannbolzen gespannt. Der Anschluss der Werkzeuge auf der Inspektionsvorrichtung erfolgt im Falle der WPX-Werkzeuge vollautomatisch über standardisierte Multikupplungssysteme, für Werkzeuge ohne Multikupplungen kommen Adapterplatten zum Einsatz, die manuell gekuppelt werden und jedwede Freiheiten bezüglich der Anschlussmöglichkeiten bieten.

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