Mineralguss

Wenn Maschinengestelle mitreden

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Erfassen und Auswerten diverser Belastungen

Bereits in der Entwicklungsphase, mit den ersten Berechnungen zu einer neuen Maschine, lassen sich mit bekannten Mitteln Simulationen durchführen, um Belastungen theoretisch darzustellen. Am bekann-testen sind FEM-Berechnungen für statische und dynamische Belastungen. So gut und realitätsnah diese Berechnungen auch sind: Sie bleiben doch Theorie. In der Praxis werden verstärkt diverse Sensorik und Messmittel zur Bestimmung der tatsächlichen Belastungen und erreichten Genauigkeiten einer Maschine eingesetzt. Die Sensorik ist in die Steuerung der Maschine integriert, um die aktuelle Situation zu erfassen und auch auf diese einwirken zu können.

Genutzt werden z.B. Messtaster, welche im Werkzeugmagazin gelagert automatisch durch den Werk-zeugwechsler eingesetzt werden und per Funk die gemessene tatsächliche Geometrie eines Bauteils an die Maschine übertragen.

Sensorik ins Maschinenbett integrieren

Ebenfalls wird Sensorik im Maschinengestell oder in Gestellbauteilen eingesetzt, um Belastungen frühzeitig erkennen zu können. Solche Sensoren sind heute absolut erschwinglich und werden bereits in vielen uns bekannten Geräten außerhalb des Maschinenbaus eingesetzt (z.B. Smartphone, Wetterstationen für den häuslichen Gebrauch).

Speziell bei niedrigen Temperaturen vergossene Werkstoffe wie Mineralguss oder UHPC lassen eine einfache Integration solcher Sensorik und / oder die nötigen Leitungen dafür zu. Bei anderen Werkstoffen sind solche Funktionen oft nur mit einem hohen nachträglichen Bearbeitungsaufwand oder gar nicht möglich [2]. Damit können schon beim Urformen des Maschinengestelles oder des Gestellbauteils Sensorik oder Vorbereitungen dafür eingebracht werden.

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