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Serviceschiffe

Weltweit erste Serviceschiffe für Windparks auf See getauft

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Wartung in den Wintermonaten wichtig

Offshore-Windkraftwerke der neuen Generation sind immer weiter von der Küste entfernt. Dadurch entsteht ein wachsender Bedarf an intelligenter und vorausschauender Serviceplanung. Insbesondere unter schwierigeren Wetterverhältnissen wie in den Wintermonaten mit tendenziell hoher Windenergieausbeute sind der Service und die Wartung von großer Bedeutung. Gestützt auf jahrzehntelange Erfahrung mit Offshore-Windkraftanlagen hat Siemens neue Offshore-Servicekonzepte entwickelt, die auf den jeweiligen Standort und Kunden zugeschnitten SOVs, CTVs, Hubschraubern, Helihoist-Plattformen und Hubschiffen kombinieren.

Ein Eckpfeiler dieses Ansatzes ist die erweiterte Ferndiagnose und -überwachung von Siemens. Bis zu 85 % der Alarme können bereits aus der Ferne geklärt werden. Sollte dennoch ein Serviceeinsatz vor Ort erforderlich sein, können die Siemens-Ingenieure die bereits erfassten Daten auswerten, um die jeweils notwendigen Reparaturen genau vorherzusagen, bevor sie sich zu größeren Problemen auswachsen, und zudem vorausschauend Maßnahmen ergreifen. Dies ermöglicht Siemens, die richtigen Ressourcen für einen exakten und effizienten Service mit einer optimalen Kombination von Logistik und Planung einzusetzen.

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Hydraulisches Zugangssystem

Die SOVs bieten an Bord ein großes Ersatzteillager sowie komfortable Unterkünfte für bis zu 40 Siemens-Techniker. Sie können auf den SOVs in der Nähe des Windparks jeweils mehrere Wochen leben und arbeiten. Somit verringert sich die Reisezeit zu und von den Windenergieanlagen deutlich. Dadurch erhöht sich die effektive Arbeitszeit der Techniker an der Windenergieanlage selbst um bis zu 50 % gegenüber dem Transfer mit traditionellen CTVs. Die SOVs sind mit einem hydraulischen Zugangssystem mit Bewegungssensoren ausgestattet. Diese Gangway des niederländischen Unternehmens Ampelmann vergrößert das wetterabhängige Arbeitsfenster und ermöglicht den Technikern, auch bei höherem Seegang sicher zu den Windenergieanlagen zur Arbeit zu „gehen“. Da das SOV jeweils mehrere Wochen vor Ort bleiben kann, muss das Schiff nur zum Auftanken und zum Auffüllen von Vorräten und Ausrüstung in den Hafen zurückkehren.

Siemens hat auch zwei wichtige an Bord des Schiffs installierte Systeme an Esvagt A/G geliefert. Das Blue-Drive-Antriebssystem reduziert CO2-Emissionen und Treibstoffverbrauch und Siemens-Hydraulik kommt im aktiven Zugangssystem der Ampelmann-Gangway zum Einsatz.

Erst im Januar 2015 hatte Siemens vermeldet, dass das Unternehmen mit der Reederei Bernhard Schulte Charterverträge für zwei weitere SOVs des Typs Ulstein SX175 abgeschlossen hat. Diese SOVs werden speziell für die langfristige Wartung und Instandhaltung der Offshore-Windparks Gemini und Sandbank/Dan Tysk in der Nordsee gebaut.

Siemens hat derzeit den Service für 1400 Offshore-Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 4,8 Gigawatt übernommen. Als einziges Unternehmen bietet Siemens Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an: Diese reichen von der Windenergieanlagen selbst, deren Errichtung und Inbetriebnahme, über die Netzanbindung bis hin zu Service und Finanzierung. (jv)

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