Fluidtechnik Vier Neuheiten im Bereich Fluidtechnik

Von Juliana Pfeiffer 3 min Lesedauer

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Eine Wellschlauch-Durchführung, mit der sich Kabelbäume mühelos durch Wände verlegen lassen, bis zu einem Magnetventil, das die Flexibilität erhöht und Platz, Gewicht und Energie spart – sie gehören zu den Neuheiten in der Fluidtechnik.

(Bild:  Bürkert)
(Bild: Bürkert)

Bürkert hat die Whisper-Valve-Familie um den Typ 6757 erweitert. Dieser deckt jetzt den Druckbereich bis 16 bar ab und ermöglicht Schaltzeiten unter 8 ms bei einer Leistungsaufnahme von weniger als 4,5 W. Das Ventil eignet sich damit für batteriebetriebene Feldgeräte. Die medienberührenden Komponenten werden entsprechend der jeweiligen Fluide ausgewählt. Es kann in kritischen Reagenzien oder Reinigungsmittel eingesetzt werden und widersteht für bis zu 30 min 90 °C Medientemperatur, zum Beispiel bei Sterilisationsprozessen. Das gilt auch für die kleineren Mitglieder der Whisper-Valve-Familie Typ 6712 und 6724, die für Systemdrücke bis 7 bar ausgelegt sind. Damit ergibt sich ein breiter Anwendungsbereich: von mobilen und stationären Mess- und Analysegeräten über Systeme zur Endoskopreinigung oder Abfüllanlagen bis hin zu Desinfektionsgeräten. Die Impulsvarianten der Whisper-Valve schalten mit nur einem kurzen Stromimpuls lautlos zwischen den Schaltstellungen hin und her und halten diese anschließend auch stromlos durch Dauermagnete. So können sowohl Langzeitmessungen mit kontinuierlichem Reagenzzufluss batterieschonend umgesetzt als auch empfindliche Medien ohne Wärmeeintrag durch das Ventil geschaltet werden. Dabei hängt der Energieverbrauch und der Wärmeeintrag nur von der Schalthäufigkeit ab.

Kabelbäume mühelos durch Wände verlegen

(Bild:  Flexa)
(Bild: Flexa)

Flexa hat, basierend auf der Flexaquick-Verschraubung, die Wellschlauch-Durchführung RQGKST entwickelt. Damit können die Längen von vorkonfektionierten Schläuchen und Kabeln ausgeglichen und der Installationsprozess erleichtert werden. Die Push-to-move-Technologie ermöglicht ein müheloses „Durchschieben“ – hingegen rastet beim Push-in-Verschluss die Verschraubung einfach in den Schlauch ein. Damit lassen sich auch Kabelbäume mühelos durch Wände verlegen, ohne die Verkabelung zu beeinträchtigen oder zu beschädigen. Die Wellschlauch-Durchführung hat die Brandschutzklassifizierung HL3 und IP68/IP69k und kann somit auch in Umgebungen mit extremen Bedingungen wie Wasser, Staub oder hohen Temperaturen eingesetzt werden. Die Kombination aus Flexibilität und Präzision eröffnen somit eine breite Palette an Anwendungen, nicht nur in der Bahnindustrie.

Magnetventil erhöht Flexibilität und spart Platz, Gewicht und Energie

(Bild:  SMC)
(Bild: SMC)

Mit der Serie SJ1000 erweitert SMC seine Standardausführung um ein 4/2- (mono- oder bistabil), 4/3- und 2 x 3/2-Wege-Ventil, das mit lediglich 6,5 mm Breite, einem sehr niedrigen Gehäusequerschnitt von 40 mm und einem Gewicht von nur 34 g besonders kompakt und leicht ist. Das dadurch geringe Trägheitsmoment etwa bei beweglichen Roboteranwendungen ermöglicht kurze Zykluszeiten und sorgt so für eine erhöhte Produktivität. Gleichzeitig wird durch den verminderten Material- und Energiebedarf die CO2-Freisetzung reduziert. Auch die optional erhältliche Versorgungs-/Entlüftungsplatte zahlt mit einer geringen Breite von lediglich 10,2 mm darauf ein – beim Standardprodukt lag diese zuvor bei 15,5 mm. Mit einem max. Durchfluss von 40 (Ø 2-Steckverbindung) bzw. 74 l/min (Ø 4-Steckverbindung) – jeweils ANR – überzeugt das Magnetventil trotz seiner kompakten Bauweise mit hohen Leistungskennziffern. Dazu zählen auch die kurzen Ansprechzeiten von 16 (4/2-Wege, monostabil), 10 (4/2-Wege, bistabil), 20 (4/3-Wege) und 18 ms (2 x 3/2-Wege-Ventil) bei 0,5 MPa. Dabei hilft der eingebaute Energiesparschaltkreis, die Leistungsaufnahme beim Haltestrom auf 0,23 W zu reduzieren, was die Leistungsaufnahme im Vergleich zur Standardausführung um rund 40 Prozent senkt – eine klare Verbesserung bezüglich Kosten- und Klimabilanz.

Drucktransmitter optimiert sterile Prozesse

(Bild:  Wika)
(Bild: Wika)

Wika hat den Inline-Drucktransmitter Typ DMSU22SA in sein Portfolio aufgenommen. Als Teil der Rohrleitung optimiert er sterile Prozesse in der Pharma- und Lebensmittelindustrie. Das Gerät kommuniziert via Hart-Protokoll und ist 3-A- und EHEDG-zugelassen. Herzstück des Transmitters ist ein elliptischer Rohrsensor mit Wheatstone’scher Messbrücke. Der Rohrsensor ist aus mindestens 0,45 mm starkem Edelstahl gefertigt. Er ermöglicht zeit- und kostensparende CIP- und SIP-Verfahren. Anwender benötigen außerdem weniger Energie, um den Prozessdruck aufrechtzuerhalten.

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