Sichern Verschlusstechnologie im Gehäusedesign 1: Kein Scheitern beim Design
Für einen Spezialisten für Zugangslösungen wie Southco gibt es eine Reihe von Fragen, die zu Beginn des Designprozesses von Gehäusen gestellt werden müssen, um sicherzustellen, dass das Endprodukt für seinen Einsatzzweck auch geeignet ist – und zwar für jeden Einsatzzweck, in dem das Gehäuse verwendet werden könnte. In einer vierteiligen Artikelreihe sollen die wesentlichsten Design-Überlegungen beschrieben werden, die nötig sind, um eine optimale Verschlusslösung zu finden.
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Für den Innen- und Außenbereich gibt es eine fast unendliche Vielzahl von Gehäusen. Doch unabhängig von ihrer Größe und dem Einsatzzweck ist allen eines gleich: bei allen Gehäusen gibt es Türen und Platten, die gehalten werden und abnehmbar sein müssen. Sie sind damit elementare Teile des Produkts – und sollten deshalb auch beim Produktdesign von elementarer Bedeutung sein.
Doch nach wie vor ist es so, dass in der Liste der Top Ten, die für das Scheitern einer Gehäuselösung aufgestellt werden kann, an erster Stelle die Tatsache steht, dass das Design-Team erst über Verschlüsse und Scharniere nachgedacht hat, als das Produktdesign bereits abgeschlossen war.
Es gibt viele Variablen, die die Gehäusequalität beeinflussen können: Größe, erforderliche Sicherheitsstufe, Widerstandsfähigkeit gegen extreme Umwelteinflüsse oder Ästhetik. Alle diese Faktoren sind gleichermaßen wichtig für Verschlüsse und Scharniere und machen es notwendig die Spezialisten für Zugangshardware früh in den Designprozess einzubinden.
Verschlußlösungen im Produktdesign berücksichtigen
Die Liste der zu berücksichtigenden Elemente kann sehr umfangreich sein, aber die bekanntesten Punkte sind hier zusammengefasst:
- Wie groß sollen die Verschlüsse und Scharniere sein, und sind sie außen oder verdeckt angebracht?
- Wie sind die Umgebungsbedingungen des Gehäuses, an dem sie angebracht werden?
- Muss der Verschluss vor elektromagnetischen Einflüssen abgeschirmt werden oder resistent gegen seismische Aktivitäten sein?
- Hat der Verschluss eine Druckfunktion für abgedichtete Türen oder Platten, und muss er einstellbar sein?
- Wie groß ist der erforderliche Haltebereich des Verschlusses?
- Aus welchem Material muss die Zugangshardware hergestellt werden und ist Konformität mit RoHS ein Thema?
- Welche Stärke haben die Gehäuseplatten?
- Welchen Schutz gegen Vandalismus müssen die Verschlüsse und Scharniere bieten?
- Benötigt das Gehäuse elektronische Überwachung oder Zugangskontrolle?
- Muss die Gehäusetür entfernt oder in einem bestimmten Winkel geöffnet werden?
- Ist Positionssteuerung für die Gehäusetüren erforderlich?
- Wenn Verschlüsse abgeschlossen werden müssen, sind gleichschließende Schlüsselsysteme ein Thema?
- Muss die Zugangshardware für den häufigen Zugang zum Gehäuse ergonomisch geformt sein?
- Ist Stil ein Thema?
Analyse der Anforderungen schützt vor Qualitätsmängel
Wenn ein Design scheitert, so kann das also die unterschiedlichsten Gründe haben, letztendlich aber nur einen, nämlich den Zeitfaktor. Und damit die Frage, zu welchem Zeitpunkt Verschlüsse und Scharniere im Designprozess berücksichtigt werden. Wenn sie lediglich als einfache Zubehörteile oder letzter Schliff des Gehäuses betrachtet werden, kann das Ergebnis bestenfalls ein Kompromiss in der Formgestaltung und im schlimmsten Fall ein Qualitätsmangel sein.
Im ersten und bei weitem ausschlaggebenden Schritt eines logischen Designprozesses gilt es zu analysieren, wie, wo und wozu das Gehäuse verwendet wird und welche Anforderungen an Verschluss und Scharniere gestellt werden. Dieser Schritt ist elementar wichtig und der Prozess profitiert stark vom Technologie-Know-how von Herstellern wie Southco, die bereits in einer frühen Phase, die optimale Lösungen für spezielle Gehäuseanwendungen vorschlagen und erforderlichenfalls maßgeschneidert entwickeln können.
*Bernhard Wiegert ist freier Journalist in Bornheim
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