Linearmotor

Verschließprozesse mit Hub-Dreh-Motoren flexibel gestalten

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Einfacher Wechsel der Verschraubstation

Die mechanische Entkopplung des Schließprozesses vom Karussell bzw. Rundteller haben die Tölke-Ingenieure zudem genutzt, um die Modularisierung der Maschine voranzutreiben. Kommt es zu einer Beschädigung einer Verschraubstation lässt sich diese seitdem in kurzer Zeit tauschen, sodass die Maschine zum Beispiel nach einer Kollision wesentlich schneller wieder ihre Arbeit aufnehmen kann.

Zudem kann durch die Entkopplung vor einem geplanten Maschinenstopp erst der Verschließvorgang für alle in der Anlage befindlichen Behälter abgeschlossen werden. Für eine zusätzliche Reduzierung der Stillstandzeiten sowie die Überwachung des Schraubprozesses können die Informationen ausgewertet werden, die der Dreh-Hub-Antrieb (Drehmoment, Drehzahl, Winkel, Vertikalposition, Geschwindigkeit und Kraft) für jeden einzelnen Schraubprozess liefert.

„Mit diesen direkt vom Antrieb bereitgestellten Daten ist es möglich, die Anzahl der tatsächlich ausgeführten Umdrehungen der Motoren zu ermitteln, sodass eine separate Höhenauswertung des verschlossenen Behälters zur Überwachung des Schraubprozesses gegebenenfalls entfallen kann“, führt Franz-Josef Patzelt als praktisches Beispiel an. Auch beim Aufprellen der Hub-Dreh-Motoren können die Antriebsdaten nutzbringend zur Überwachung des gesamten Systems eingesetzt werden. So lässt sich ohne größeren Aufwand eine künstliche Fehlermeldung generieren, wenn ein vorgegebener Wert für die Aufprellkraft wegen eines störenden Anspritzpunktes überschritten wird. Wegen dieser zahlreichen Vorteile hat Tölke schon vor dem Einsatz des Hub-Dreh-Motors PR01 eine Lösung entwickelt, bei der die Hubbewegung mit einem Servomotor in Verbindung mit einer Kugelgewindespindel (Kugelgewindetrieb) erzeugt wurde. Die Kugelspindel musste allerdings vor Staub geschützt werden und erforderte vom Maschinenbauer zusätzlichen Konstruktionsaufwand.

Hub-Dreh-Motor – einfach zu handhaben

„Der Hub-Dreh-Motor von Linmot ist als integrierte Einheit deutlich einfacher zu handhaben und nimmt weniger Platz in Anspruch“, fasst Markus Kröger zusammen. „Der PR01 ist eine gute Lösung für Anlagen wie unsere Verschließmaschinen, bei denen der Schraub-Dreh-Prozess flexibel und effizient sein soll.“ (br)

SPS IPC-Drives 2016: Halle 1, Stand 200

* * Dipl.-Ing. Franz Rossmann, Technikjournalist aus Gauting bei München

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