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Elektromobilität Urbanes E-Auto mit Akkuwechselsystem

| Redakteur: Katharina Juschkat

Kein lästiges Aufladen mehr: Das Projekt ACM stellt ein E-Auto für die Stadt vor, das extrem leicht und klein ist und den enormen Vorteil bietet, durch ein Akkuwechselsystem schnell „aufgetankt“ werden zu können. Das Konzept E-Auto soll damit in Städten bezahlbar und einfacher werden.

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Das City E-Taxi ist klein, leicht und elektrisch. Durch die austauschbaren Akkus entfallen zudem die unwirtschaftlichen Ladezeiten.
Das City E-Taxi ist klein, leicht und elektrisch. Durch die austauschbaren Akkus entfallen zudem die unwirtschaftlichen Ladezeiten.
(Bild: BMZ-Group)

Das Gemeinschaftsprojekt Adaptive City Mobility ACM präsentiert auf der Cebit 2017 das City E-Taxi. Das Fahrzeug soll gegen den Trend gehen, immer größere und schnellere Fahrzeuge wie SUVs zu bauen. Gerade für den urbanen Bereich soll sich das einfache Elektrofahrzeug bewähren, etwa als innerstädtisches E-Taxi oder für anderen Anwendungen wie E-Sharing, E-Logistik oder E-Tourismus.

Schnelles „Auftanken“ durch Akkuwechsel

Die Maximalgeschwindigkeit des Stadtautos beträgt laut Homepage des Herstellers 90 km/h, der Akku hat eine Antriebsleistung von nur 14 kW und eine Laufweite von maximal 120 km. Das Batteriesystem besteht aus einzelnen Modulen, die zu einem Gesamtbatteriesystem zusammengefügt werden. Sind die Akkus leer, können sie konventionell innerhalb von sechs Stunden aufgeladen werden. Die Module können stattdessen aber auch manuell aus dem Unterboden des Autos herausgenommen und ausgetauscht werden. Akkuwechselstationen, an denen die leeren Akkus gegen volle getauscht werden können, sollen Grundlage für das schnelle „Auftanken“ des E-Fahrzeuges werden.

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Das Auto ist besonders leicht konstruiert, damit es energieeffizienter fahren kann. Grundlage dafür ist ein Hybrid-Fahrgestell aus Aluminium und Faserverbundwerkstoffen. Die großen, lichtdurchlässigen Türen sollen durch den guten Ausblick für ein neues Raumgefühl in dem kleinen Fahrzeug sorgen. Außerdem sparen die Türen aus Plexiglas Gewicht ein.

E-Mobilität günstiger anbieten

ACM ist ein gemeinschaftliches Projekt des Förderprogramms IKT für Elektromobilität III und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Projekt will Elektromobilität wettbewerbsfähig, ressourceschonend und umweltfreundlich gestalten und wurde im Sommer 2015 zum Leuchtturmprojekt der Bundesregierung gekürt. Ab 2017 geht ACM mit seinen drei Entwicklungen Fahrzeug, Akkuwechsel und IKT-Vernetzung in den Praxistest. Schauplatz des Feldtests ist München.

Das dahinter stehende Geschäftsmodell basiert auf verschiedenen Einnahmequellen wie Fahrtenvermittlung, Energieverkauf, digitaler Werbesteuerung und Batterieleasing. Laut Hersteller können die Gesamtbetriebskosten stark reduziert werden, so dass Elektromobilität nicht mehr länger teuer und exklusiv sein müsste. Dabei könnten die Fahrzeuge maximal ausgelastet werden, da unwirtschaftliche Ladezeiten entfallen.

Als autarkes E-Mobility-Gesamtsystem bietet ACM Kommunen, Unternehmen und Bürgern eine Möglichkeit, unabhängig von Ladesäuleninfrastrukturen und öffentlichen Subventionen elektromobil unterwegs zu sein. (kj)

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