Bremse

Unabhängiges System bremst mit purer Mechanik – komplett ohne Zusatzmedien

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Da die HLVB die Kräfte und Gegenkräfte axial aufnimmt und die Klemmkraft unmittelbar auf die Klemmbacken geleitet wird, ist eine kurze Reaktionszeit möglich. Die keilförmigen Klemmbacken bewegen sich ebenfalls axial und gleichzeitig senkrecht zur Laufschiene, so dass beim Auslösen mit einer verhältnismäßig kleinen Axialkraft eine hohe Klemmkraft erzeugt wird. Dadurch, dass das Klemmelement direkt in den Kraftfluss geschaltet ist, führt ein Wegfall des Kräfteausgleichs des Gegengewichts mit nur minimaler Reaktionszeit zum Bremsen.

Zudem ermöglicht das angewandte Funktionsprinzip mit den keilförmigen, axial zum Kraftfluss angeordneten und federgespannten Bremsbacken, dass nicht nur die Druck- bzw. Reibungskräfte der Backen auf die Führungsschiene wirken – die Federkraft drückt nach dem Klemmen zudem das Gehäuse zusätzlich nach unten, was die Klemmkraft der Bremse weiter erhöht. Zusammen mit den Belastungskräften, beispielsweise dem Türgewicht, agiert die HLVB bei richtiger Auslegung selbsthemmend. Die Federkraft ist dann lediglich zum Auslösen nötig.

Zurück auf Los: Montage und die Wiederinbetriebnahme

Fast ebenso wichtig, wie das schnelle, zuverlässige und kraftvolle Klemmen der Bremse ist auch die Leichtgängigkeit im Regelbetrieb. Um diese zu gewährleisten, drückt das mittels Zuglasche befestigte Gegengewicht den Klemmkörper zurück, so dass die Klemmbacken die Führungsschiene nicht berühren. Durch die kompakte, leichte und rein mechanische Bauweise hat die HLVB im Freilauf keine relevante bremsende Wirkung.

Mit der reaktionsschnellen, selbsthemmenden Bremswirkung war es bei der Neukonstruktion des sicherheitsrelevanten Bauteils nicht getan. Die Ingenieure machten sich auch Gedanken über die Montage und die Wiederinbetriebnahme der HLVB. So entwickelten sie eine Montagehilfe, die zusammen mit der Sicherheitsbremse ausgeliefert wird. Das Werkzeug wird ebenfalls verwendet, um nach einem Klemmvorgang für das Erneuern des Gegengewichts das Klemmelement wieder zu lösen.

Bis zur Reparatur beispielsweise des Tores kann dieses mit genügend Muskelkraft stückweise nach oben geschoben werden, bis der durch das Überwinden des Torgewichts wieder frei bewegliche Klemmkörper von den Federn erneut gegen das Gehäuse gepresst wird und klemmt. Dieses etappenweise Öffnen hat den großen Vorteil, dass bei jedem „Haltepunkt“ das Tor systembedingt durch die HLVB an seiner Position fixiert wird. (Weiterlesen auf den folgenden Seiten)

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