Anbieter zum Thema
Getriebemotoren an die einzelnen Gefäße angepasst
Nord Drivesystems passte die Getriebemotoren für die verschiedenen Gefäße einzeln an die individuellen Anforderungen der einzelnen Bereiche an, angefangen bei der Schrotmühle, die das Malz vor Beginn des Brauprozesses schonend schrotet, bis hin zur Förderschnecke zum Austrieb der Treber. Im ersten Schritt wird das geschrotete Malz in den Maischbottichen mit Quellwasser aus den angrenzenden Bergen vermischt und mithilfe wärmetechnisch optimierter Übertragungsflächen am Boden und an den Zargen auf unterschiedliche Temperaturstufen erhitzt. Ein frequenzgeregelten Nord-Kegelstirnradgetriebemotor, standardmäßig mit einem Temperaturfühler ausgestattet, treibt das Rührwerk an. Nach dem sogenannten Temperaturrasten wird die Flüssigkeit in den Läuterbottich gepumpt.
Antrieb regelt Umwälzgeschwindigkeit des Läuterbottichs stufenlos
Mit 8,6 m Durchmesser und einem Gewicht von fast 21,5 t bildet der Läuterbottich das Herzstück der Anlage. Voll automatisiert werden die flüssigen und festen Bestandteile der Maische getrennt. Indem sich die Biertreber am Boden des Bottichs absetzen, bilden sie eine natürliche Filterschicht. Ein spezielles Hackwerk lockert die Treber auf, damit die Würze gleichmäßig ablaufen kann. Das erhöht die Würzequalität und sorgt für einen effizienten Rohstoffeinsatz. Druckfühler unterhalb des Bodens erkennen die Konsistenz der Treber. Entsprechend regelt der Antrieb die Geschwindigkeit der Maschine. Diese intelligente Anlagensteuerung erlaubt Durchflussraten von 9 bis 14 Litern pro Minute und Quadratmeter.
Anschließend folgt das Austrebern: Die Maschine senkt sich allmählich und schiebt mit an ihren sechs Armen angebrachten flachen Scheiten die Treber aus dem Bottich. Auch dieser Schritt läuft vollautomatisch ab. Häuft sich zu viel Masse an, so wird der Senkvorgang gestoppt und die Geschwindigkeit angepasst. So werden Austreberzeiten von sechs Minuten erreicht. Für ein besonders schonendes Verfahren, ist während des Auflockerns der Treber eine niedrige Drehzahl erforderlich, beim Austrebern jedoch eine sehr hohe, damit das Gefäß so schnell wie möglich geleert wird. So wird gewährleistet, dass die Trübungswerte der Treber sehr niedrig sind und gleichzeitig der Durchlauf besonders effizient vonstattengeht. Zur Kontrolle werden die Drehzahlen, Stromaufnahme sowie die Temperatur des Motors ständig zentral überwacht. Speziell für diese beiden Vorgänge wurde ein Nord-Antrieb auf Basis einer Hohlwelle mit Vielkeilverzahnung konzipiert. Der Antrieb besteht aus einer Kombination aus Motor, Industriegetriebe und Kegelradgetriebe. Er hat ein maximales Drehmoment von 96.000 Nm und kann die Umfangsgeschwindigkeiten der Maschine von einem bis hundert Meter pro Minute stufenlos regeln, und das bei konstantem Drehmoment.
(ID:34458580)