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Bei der Umsetzung zeigten die Mitarbeiter ihr unternehmerisches und pragmatisches Handeln. In Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer fertigte das Team um Produktionsleiter Ambro Carpinelli die einzelnen Bauteile für den Manipulator selbst direkt im Werk. „Damit erreichten wir eine Senkung der Anschaffungskosten und eine erhebliche Zeitersparnis“, erläutert Carpinelli. „Da wir über 90 Prozent des Manipulators selbst gebaut haben, werden wir auch in Zukunft bei Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten weitere Kosten einsparen.“
Anforderungen an Bauteile im Kraftwerksbau sehr hoch
Mittlerweile zählt die Societá delle Fucine zur Weltspitze im Schmiedegeschäft. Die Zukunft des Unternehmens mit seinen rund 220 Mitarbeitern liegt nach wie vor in der Energiewirtschaft. Hierfür ist die Schmiede bestens aufgestellt, obwohl es extrem schwierig ist, Zugang zum Kraftwerksbau zu erhalten. Denn die Anforderungen an die Bauteile sind immens.
Die neuen Generatoren für Kernkraftwerke beispielsweise müssen 1 600 Megawatt Strom liefern. Dafür benötigen sie einen höchst belastbaren Schmiedekern, der nicht nur in der Qualität sondern auch in seinen Ausmaßen außergewöhnlich ist. Außer einem Mitbewerber in Japan kann weltweit nur die italienische Schmiede genau diesen Ansprüchen genügen.
Schmiedestücke für Kunden auf der ganzen Welt
Mehr als 50 Prozent ihres Kerngeschäftes liegt in der Herstellung von Generatoren und Niederdruck-Wellen für den Energiesektor. Auch große Wellen für Walzwerke oder speziell geschmiedete Behälter für petrochemischen oder Kernenergie-Sektor gehören mittlerweile zum Standardprogramm der Schmiede.
Und damit erreicht sie die Kunden auf der ganzen Welt: nicht nur nach Europa, auch nach Asien, in den Mittleren Osten und nach Amerika werden die italienischen Schmiedestücke verschifft. „Selbst nach Japan liefern wir unsere Produkte“, berichtet Massimo Calderini, Geschäftsführer der Societá delle Fucine. „Der 500 Tonnen-Gussblock unterstreicht die herausragende Bedeutung der Schmiedekapazität in Terni“, so Calderini weiter.
Eine Bedeutung, der sich auch die Kunden bewusst sind. „Die Societá delle Fucine hat eine Ausnahmestellung unter den Lieferanten für Schmiedeteile – besonders bezüglich der Größe der Schmiedestücke“, bestätigt Carsten Hellweg, Einkäufer für Schmiedeteile bei Siemens. „Unsere Dampfturbinen und Generatoren finden weltweit ihren Einsatz in Kraftwerken und müssen höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Hier hat sich die Societá delle Fucine sowohl in Bezug auf Vertragserfüllung als auch die Lieferzeiten als zuverlässiger Partner erwiesen. Deshalb auch haben wir langfristige Lieferverträge mit dem Unternehmen abgeschlossen.“
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