Autonomes Fahren Sieg für KI-gesteuerten Racer der TUM auf Formel-1-Strecke

Quelle: TU München 2 min Lesedauer

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Das von künstlicher Intelligenz gesteuerte Fahrzeug der TUM hat in einem internationalen Rennen auf der Formel-1-Strecke in Abu Dhabi den ersten Platz erreicht. Ohne menschlichen Fahrer oder Fernsteuerung konnte sich das vollautomatisierte Fahrzeug gegen sieben andere internationale Teams mit baugleichen Rennwagen durchsetzen.

Ohne menschlichen Fahrer oder Fernsteuerung, allein mit autonomer Software, konnte sich das Fahrzeug der TU München gegen sieben andere internationale Teams mit baugleichen Rennwagen durchsetzen.(Bild:  TUM Autonomous Motorsports)
Ohne menschlichen Fahrer oder Fernsteuerung, allein mit autonomer Software, konnte sich das Fahrzeug der TU München gegen sieben andere internationale Teams mit baugleichen Rennwagen durchsetzen.
(Bild: TUM Autonomous Motorsports)

TUM Autonomous Motorsports gewinnt spektakuläres Rennen in Abu Dhabi: Im Finale mit den vier schnellsten Fahrzeugen des Qualifying konnte sich das von drei Professoren, zehn Doktoranden und fünf Masterstudenten am TUM-Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik entwickelte System gegen die Konkurrenz vor allem aus Italien durchsetzen.

Dabei ging es am Samstagabend vor 25.000 Zuschauern gegen die Teams der Universitäten Universität Politecnico di Milano, Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia und Constructor Universität Bremen darum, das vorausfahrende Auto in einem Verfolgungsrennen zu überholen.

Meilenstein im autonomen Fahren

Der staatliche Veranstalter A2RL aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte diesen Wettbewerb ausgerufen, um zum ersten Mal ein echtes Formel-1-Rennen mit autonomen Fahrzeugen durchzuführen. Alle Fahrzeuge bauen auf einem Dallara-Rennwagen auf und sind mit Lasar, Radar, Kameras und zahlreichen anderen Sensoren und Rechnern ausgerüstet, um die Strecke und Konkurrenzfahrzeuge zu erfassen. Jedes Team hat einen eigenen Softwarecode programmiert, um sich auf der Strecke zu lokalisieren, das Fahrzeug im Grenzbereich zu bewegen und Wettbewerber überholen zu können.

Unser Team konnte in kürzester Zeit das Fahrzeug im fahrdynamischen Grenzbereich bewegen, andere Fahrzeuge detektieren und überholen. Damit kommen wir dem Schritt näher, den Menschen beim Rennfahren nachzubilden.

Prof. Markus Lienkamp vom TUM-Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik

Teamwork als Erfolgsfaktor

In Qualifizierungsrennen gab es zahlreiche Probleme und Crashes von allen Teams. Es gelang der TUM, diese innerhalb weniger Stunden zu lösen. Im Zeitfahren erreichte das TUM-Team aus technischen Gründen nur den dritten Platz und startete im Finale von einer ungünstigen Position, weil Überholmanöver auf dieser Strecke schon für menschliche Fahrer schwierig sind. Das Rennfahrzeug suchte sich selbstständig den Grenzbereich, meisterte Überholmanöver und Geschwindigkeiten bis 250 km/h auf der kurvenreichen Strecke und fuhr dann in einer schnellen Runde den Sieg ein.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor dafür sei die Harmonie im Team, sagte Teamleiter Simon Hoffmann:

Unser Arbeitsethos, das Einstehen füreinander und der daraus resultierende Teamgeist haben uns auch über Schwächephasen hinweggetragen und zum Erfolg geführt.

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