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Euro-Staatsschuldenkrise verunsichert Kunden
Derzeit konstatiert auch Trumpf eine Eintrübung des weltweiten Konjunkturklimas. „Wir stellen fest, dass einige Kunden trotz voller Auftragsbücher ihre Investitionen zurückhalten, weil sie durch die Euro-Staatsschuldenkrise verunsichert sind“, so Nicola Leibinger-Kammüller. „Dennoch streben wir auch in unserem neuen Geschäftsjahr weiteres Wachstum an, da wir in den entscheidenden Märkten gut positioniert sind.“
So habe Trumpf zum Beispiel seine Produktionsflächen in China verdoppelt. Und auch in den USA sei das Unternehmen bereits in den vergangenen Monaten gegen den allgemeinen Trend stark gewachsen. Selbst in problematischen Märkten wie Spanien habe das Unternehmen zulegen können. Leibinger-Kammüller: „Auch wenn die Zeiten im Moment eher schwieriger werden, gibt es in vielen regionalen oder technologiebezogenen Märkten gute Chancen – und die wollen wir so gut es geht wahrnehmen.“
Innovationen als entscheidender Erfolgsfaktor
Trumpf hat im vergangenen Geschäftsjahr über 1000 neue Stellen geschaffen, davon mehr als die Hälfte in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl des Unternehmens stieg auf 9555.
Innovationen betrachtet das Unternehmen als entscheidenden Erfolgsfaktor. Deshalb hat Trumpf sowohl die Investitionen als auch vor allem die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr erheblich gesteigert. Das Unternehmen investierte 153 Millionen Euro (Vorjahr 61 Millionen Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 22,4 Prozent auf 193 Millionen Euro (Vorjahr 158 Millionen Euro). Die F+E-Quote stieg damit auf 8,3 Prozent und ist annähernd doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt. 1352 Mitarbeiter von Trumpf sind in Forschung und Entwicklung tätig – 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Leibinger-Kammüller: „Wir leisten uns derart hohe Zukunftsinvestitionen, weil wir nur so unseren technologischen Vorsprung dauerhaft halten können.“ (jup)
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