Nabtesco Trochoidgetriebe

Trochoidgetriebe, die präzisen Arbeiter im patentierten Palettiergerät

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Hohe Ansprüche an Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Präzision

Zudem kommt es in der Schwenkachse auf ein möglichst geringes Spiel an. "Da der Schwenkarm einen Radius von 1,53 Metern hat, beeinträchtigen selbst kleine Winkelfehler bereits merklich die Positioniergenauigkeit", erläutert Entwicklungs-Ingenieur Michael Wienke von huw.

Daher suchten die Entwickler ein hochuntersetzendes Getriebe, das die hohen Ansprüche an Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Präzision erfüllt. Fündig wurden sie schließlich beim RV-160E von Nabtesco. Das Trochoidgetriebe erlaubt trotz seines kompakten Durchmessers von 280 mm Untersetzungsverhältnisse von bis zu i=171 und ein Nennmoment von 1568 Nm.

Fast noch wichtiger als das hohe Nennmoment ist das Beschleunigungs- und Not-Aus-Moment des RV-160E. Mit einem Beschleunigungsmoment von 3.920 Nm und einem Not-Aus-Moment vom Fünffachen des Nennmoments bietet das Trochoidgetriebe genügend Leistungsreserven, um in allen Betriebssituationen zuverlässig zu untersetzen. Das für die hohe Positioniergenauigkeit des Schwenkarms erforderliche geringe Spiel von weit unter einer Winkelminute überzeugt die huw-Entwickler ebenfalls vom RV-160E.

Was ist ein Trochoidgetriebe?

Bei diesen Exzentergetrieben werden die Drehmomente über Kurvenscheiben (Trochoide) wälzend übertragen, was einen hohen Wirkungsgrad bei geringem Verschleiß erlaubt. Die Vorteile dieser Konstruktionsart werden vor allem in der Robotik, aber auch bei Drehtischen, Werkzeugmaschinen und anderen Applikationen geschätzt. So werden beispielsweise die Trochoidgetriebe von Nabtesco, dem weltweit größten Hersteller dieser Komponenten, global in mehr als 60 % aller Roboter eingesetzt.

Das Grundprinzip eines Trochoidgetriebes besteht darin, dass die Drehbewegungen des Antriebes über Stirnräder und Exzenterwellen an Kurvenscheiben weitergegeben werden. Diese verfügen an ihrem Rand über Einbuchtungen und wälzen sich über einen Bolzenring ab. Da in diesem ein Bolzen mehr vorhanden ist, als die Kurvenscheibe Einbuchtungen hat, bewegt sich der Abtrieb je Antriebsumdrehung um eine Einbuchtung weiter und reduziert dadurch die Drehzahl. (Mehr Infos nach dem Umblättern)

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