Ethernet POWERLINK

Transrapid unter den Folienproduktionsmaschinen gesteuert mit Hilfe von POWERLINK

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Mit Energie und Platz sparsam umgegangen

Überzeugt hat die Verantwortlichen bei Brückner auch das breite Produktspektrum der ACOPOS Familie. Angetan waren sie von der Möglichkeit, zwei Achsen bzw. Wicklungen mit einem Wechselrichter ansteuern zu können, wie Günter Oedl berichtet. „Statt mit 728 Umrichtermodulen sind wir mit nur 398 ausgekommen. Das hat uns ganz klar Kosten- und Platzvorteile gebracht.“

Ihr besonderes Augenmerk legten die Manger von Brückner dabei auch auf die Kühltechnik. „Bei der Lüftkühlung besteht die Gefahr, dass verstopfte Filter nicht rechtzeitig getauscht, oder noch schlimmer, entfernt und nicht mehr ersetzt werden“, warnt der Brückner Mann. „Wir haben uns daher eine Cold Plate Variante gewünscht. B&R hat sich hier in Vorgesprächen sehr kooperativ gezeigt und eine entsprechende Lösung entwickelt.“

Auch später im Projektablauf wurde der Servicegedanke von B&R groß geschrieben: Das Unternehmen bildete die gesamte Antriebstechnik im eigenen Technikum in Eggelsberg nach und stellte sie für Entwicklungsaktivitäten zur Verfügung.

Dies und ein weiteres Detail der ACOPOS Umrichter hat die Entscheidung, B&R Antriebstechnik einzusetzen, unterstützt: Die Geräte kommen ohne Wärmeleitpaste aus. „Der Wechsel eines Umrichters im Wartungsfall lässt sich daher statt wie bisher in einer Stunde in einer halben Stunde erledigen“, berichtet Günter Oedl.

Doch damit nicht genug: Bei Antrieben mit Cold Plate wird die anfallende Verlustwärme wesentlich effektiver mit Hilfe von Wasser oder Öl aus dem Schaltschrank transportiert. Temperaturspitzen und große Temperaturwechsel können so vermieden und damit die Lebensdauer der Elektronik verlängert werden. Wird das Kühlwasser in einen vorhandenen Kühlkreislauf eingespeist, wird zudem gegenüber herkömmlichen Kühlmethoden ein höherer Gesamtwirkungsgrad erreicht.

Sensorlose Regelung für mehr Effizienz und Robustheit

Zusätzliche deutliche Energieeinsparungen wird die geplante Umstellung von einer gesteuerten zu einer geregelten Ansteuerung der Wicklungen bringen. Hierzu muss Brückner auf ein sensorloses Verfahren zurückgreifen, da im Bereich des Ofens keine Sensoren montiert werden können. „Dank der sensorlosen Regelung werden wir die Leistung pro Anlage um 100 bis 150 kW reduzieren können“, konkretisiert Günter Oedl.

Ein weiterer Pluspunkt dieser Ansteuerungsart ist die weitaus höhere Dämpfung im Vergleich zum nur schwach gedämpften Magnetwelle-Masse-System. Damit sind Maschinen mit sensorloser Regelung wesentlich robuster gegenüber Störungen wie Prozessvariationen oder Folienriss. „Die Vorzüge der sensorlosen Regelung liegen klar auf der Hand. Wir begrüßen es daher sehr, dass wir entsprechende Lösungen zukünftig von B&R beziehen können“, schließt der Manager von Brückner. (hö)

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