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ACOPOS Module in Kombination mit Powerlink
„Das Maschinenkonzept auf Basis von Linearmotoren wurde von uns vor über 15 Jahren erfunden, ist aber weiter brandaktuell und erlebt gerade durch die rasant steigende Nachfrage der Verpackungs- und Flachbildschirmindustrie nach Folien mit speziellen Folieneigenschaften eine Renaissance. Die bis dato von uns eingesetzte Antriebstechnik ist jedoch in die Jahre gekommen“, begründet Dipl.-Ing. Günter Oedl, Electrical Engineering Manager Automation and Development bei der Brückner Maschinenbau, den Wechsel zu B&R. „Zudem war sie speziell für uns entwickelt worden und nutzte einen proprietären Bus. Eine Neuentwicklung wäre für uns damit aufwändig und teuer gewesen.“
Durch den Einsatz von ACOPOS Modulen in Kombination mit POWERLINK konnte das Maschinenbauunternehmen die proprietären Produkte durch kostengünstigere Standardlösungen ersetzen, deren Weiterentwicklung von allen Anwendern gefordert und finanziert wird.
Präzise Synchronisation mit Powerlink
„Möglich war dies, da Powerlink die präzise Synchronisation hunderter Netzwerkknoten erlaubt und gleichzeitig einen hohen Datendurchsatz bietet. So ist es uns zum einen gelungen, die Zykluszeit deutlich abzusenken - sie beträgt jetzt nur noch 400 µs. Zum anderen konnten wir umfangreiche Softwareteile aus den Antrieben in eine zentrale Antriebssteuerung verlagern“, erklärt Günter Oedl. „Dies vereinfacht die Wartung und Pflege der Software spürbar.“
Die insgesamt 398 ACOPOS Module (Wechselrichter und Versorgungsmodule) der Anlage werden von zwölf Industrierechnern aus der Serie APC810 synchronisiert, wofür sie mit je drei POWERLINK Karten ausgestattet sind, die jeweils bis zu 13 Module ansteuern. Über eine weitere POWERLINK Karte kommunizieren die Industrierechner untereinander bzw. mit einem übergeordneten APC810, auf dem die Antriebssoftware von Brückner ausgeführt wird. Die Anlagensteuerung, die zum Beispiel für die Steuerung des Ofens verantwortlich zeichnet, ist an diesen Industrierechner von B&R über eine PROFIBUS Schnittstelle angebunden.
Die kurze Zykluszeit und der minimale Jitter von POWERLINK erlaubten es Brückner, die Zonen sehr eng zu verketten, wie der Leiter Entwicklung Elektrotechnik des Unternehmens bestätigt: „Die einzelnen Zonen bilden ein sehr homogenes Feld. Der Fehler liegt weit unter einer Millisekunde, welche die Anwendung erfordert.“
Vorteilhaft für den Maschinenbauer ist zudem, dass POWERLINK kein proprietäres Bussystem ist, sondern als Open Source zur Verfügung steht und daher von zahlreichen Herstellern unterstützt wird. Entsprechend groß ist die Auswahl verfügbarer Lösungen, zu denen professionelle Diagnosetools gehören. (Nach dem Umblättern: Mit Energie und Platz sparsam umgegangen)
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