Druckluft

Tipps zur effizienten Nutzung der Druckluft

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Flexible Schläuche senken die Druckluft-Leckage

Besonders undichte Stellen in den Rohrleitungen sind Kostentreiber. Zwei Millimeter große Löcher belasten die Kostenstelle in der Buchhaltung mit bis zu 1700 Euro (Angesetzt: Betriebsdruck von sieben bar, Strompreis von 10 Cent/kWh).

Leckagen können schnell ins Geld gehen.
Leckagen können schnell ins Geld gehen.
(Bild: VBM)

Mit jeder einzelnen Leckage produziert der Kompressor mehr Druckluft, die verloren geht. Für umfangreichere Anlagen rentiert sich ein auf Ultraschall basierendes Leckageortungsgerät, raten die Experten von Mader. Aber auch die Auswahl der Systemkomponenten beeinflusst das Auftreten von durchlässigen Stellen im Druckluftsystem, heißt es in einer Mitteilung. Flexible Schläuche zum Beispiel aus Polyurethan senken das Leckagerisiko, empfehlen die Schwaben. Die Erfahrung rät: Oft liegt der Fehler aber an den Schlauchenden. Jochen Zwicker von Mader warnt deshalb: „Schneidet ein Mitarbeiter einen Schlauch mit einem herkömmlichen Messer oder gar einer Schere ab, ist der Schnitt ungleichmäßig und nicht rechtwinklig.“ Nur mit glatten Kanten ist der angeschlossene Schlauch luftdicht. Doch nicht nur Schnitte können Folgen haben. Zylinder-Kolbenstangen, auf die Querkräfte wirken, sind ebenfalls eine undichte Stelle. Beim Landesamt für Umwelt haben die Experten noch einen weiteren Grund für zu hohe Verbräuche ausgemacht: Zu viel Druck in der Leitung. Gleichzeitig kann der Kompressor auch als Heizung dienen, denn 94 Prozent der eingesetzten Energie können zurückgeführt werden, heißt es in einem Strategiepapier des Amts (die Zusammenfassung können Sie hier herunterladen und ausdrucken). Die Druckluft kann viel mehr leisten, als viele Unternehmer und Energiemanager bisher vermuteten. Es muss sich nur jemand an die Rohre trauen.

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