Energiekette

Tiefbohranlage mit Igus-Energieketten arbeitet in Argentinien unter Extrembedingungen

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Vorteil frühzeitiger Zusammenarbeit

Harry Suckau, Igus-Branchenspezialist Baumaschinen: „Weil die Zusammenarbeit in einer sehr frühen Projektphase startete, konnten wir Vorschläge erarbeiten, um die Montage der beiden Energieketten zu erleichtern. Zum Beispiel haben wir ein kundenspezifisches gemeinsames Anschlusselement entwickelt, das beide Energieketten mit dem Mast verbindet. Dadurch erreichen wir sehr kompakte Abmessungen und können auch die Zugentlastung der Schläuche auf sehr engem Raum realisieren.“

Eine weitere wichtige Eigenschaft der Energieführung betrifft den Explosionsschutz. Da die Bohranlagen Gas fördern, sind alle einschlägigen Anforderungen wie Erhitzung und Vermeiden von Funkenbildung zu berücksichtigen. Das kann man hier voraussetzen: Igus-Energieketten bewähren sich in zahlreichen anderen Ex-Schutz-Anwendungen und sind entsprechend zertifiziert.

Hohe Lebensdauer gewährleistet

Last but not least sind die Tiefbohranlagen und mit ihnen alle Komponenten prinzipbedingt kontinuierlichen Erschütterungen und Vibrationen ausgesetzt. Auch das stellt besondere Anforderungen an die Bauteile, die sich ständig in Bewegung befinden. Die Heavy-Duty-Ketten von Igus erreichen auch unter diesen Bedingungen eine sehr hohe Lebensdauer. Neben der zentralen Medien- und Energiezuführung am Hauptmast gibt es noch eine zweite Energiekette in dem halbautomatischen „Pipe Handler“, der die Rohrstücke für das Bohrgestänge aus einem Magazin entnimmt und sie am Übergabepunkt bereitstellt.

Inzwischen wurden die beiden Terra-Invader-Anlagen, die mit Energieketten ausgestattet worden sind, von der Herrenknecht-Produktion in Schwanau nach Feuerland verschifft und dort aufgebaut. Nach einer Schulung durch Herrenknecht-Instruktoren kann der Betreiber vor Ort jetzt die dort befindlichen Erdgasfelder explorieren. Bei Igus ist man stolz auf diese nicht alltägliche Energieketten-Anwendung. Vertriebsingenieur Oliver Kraus: „Das Projekt hat mich schon durch die mächtige Dimensionierung der E-Kette und deren enorme Zusatzlast fasziniert.“

Natürlich stellt sich für Igus die Frage, ob diese bislang einzigartige Lösung für Herrenknecht Vertical zukünftig eine Option auch bei weiteren Anlagen sein kann. Jürgen Binder: „Durchaus. Ob man einen ‚Loop‘ mit Schlauchpaketen oder eine Energiekette einsetzt, muss man immer individuell entscheiden. Dabei spielen die Kosten ebenso eine Rolle wie die Sicherheit, die Umgebungsbedingungen und die Lebensdauer der jeweiligen Energiezuführung.“ (jv)

Bauma 2016: Halle A6, Stand 248

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