Stromverteilung

Stromverteilungssystem schützt, schaltet und überwacht

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Zusatzfunktionen erhöhen die Verfügbarkeit des Gesamtsystems

Mit diesen drei Plattformtechnologien lassen sich für die verschiedensten Anlagen und Maschinen die Stromverteilung, die Absicherung der Lastkreise und eine passende Montagelösung auf kleinstem Raum realisieren. Einfach in das kundenspezifische Gesamtsystem zu integrieren, wird dadurch die Komplexität erheblich reduziert. Darüber hinaus erhöhen Zusatzfunktionen die Verfügbarkeit des Gesamtsystems zusätzlich.

Das Spannungs-Überwachungs-Modul meldet veränderte oder auch kritische Spannungszustände einer Anlage – visuell oder gegebenenfalls auch direkt an eine zentrale Leitwarte. In der Anlagentechnik können diese Daten beispielsweise zum Abgleich beim Batteriemanagement dienen. So lassen sich mögliche Verpolungsfehler erfassen. Der Betreiber kann diese dann schnell und einfach lokalisieren und beheben. Ganz egal ob Gleich- oder Wechselspannungen, die Spannungsüberwachung auf Über- und Unterschreitung vorgegebener Toleranzgrenzen sowie deren Polarität erfolgt ohne eine zusätzliche Spannungsversorgung.

Auch eine Signalverarbeitung zur Spannungsabschaltung ist möglich. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten die Signalverarbeitung aus dem Batteriemanagementsystem umzusetzen:

  • Unterspannungsrelais (Ab- und Zuschaltung ohne Schutz)
  • Unterspannungsabschaltung mit integriertem Schutzschalter (Notaus)
  • Unterspannungsab- und -zuschaltung mit integriertem Schutzschalter

Eine Signalverarbeitung zur Statusanzeige der Schutzelemente bedeutet eine einfache Auswertung des Signalkontaktes des Schutzschalters. Visuell vor Ort und falls gewünscht elektrisch zur Weiterverarbeitung in der zentralen Leitwarte.

Ladevorgang erfolgt ausschließlich übers Netz

Das Diodenentkopplungsmodul zentral an der Stromverteilung bietet vor allem Vorteile auf Platzbedarf und Wärmeentwicklung. Hierbei kommen Entkopplungsdioden, also Wärmetauscher, zum Einsatz, die einen Ladevorgang von Batterie A über Batterie B verhindern. Schließlich soll der Ladevorgang ausschließlich übers Netz erfolgen.

Über ein Überwachungs- und Alarmmodul lassen sich kundenspezifische Überwachungs- und Alarmkonzepte umsetzen – auch in Form steckbarer Module, die sogar eine Inventarisierungsfunktion beinhalten können. Auf diese Art und Weise werden Montageeinsätze deutlich effektiver, da die Techniker bereits vor Abfahrt wissen, was sie vor Ort erwartet.

Für den Einsatz bei fernsteuerbaren Schutzeinrichtungen ist mittlerweile ein „Ethernetgateway“-Modul Stand der Technik. Schutzschalter oder Power Relais können damit von überall aus kontrolliert werden.

Signalverarbeitung erfolgt durch Wartungspersonal oder über Software

Diese Signalverarbeitung kann sowohl über ein „Human Interface“, also durch das Wartungspersonal oder automatisiert über Software erfolgen, die auf Mikroprozessoren oder in eProms abgelegt ist. Abhängig von der Art des Signales (minor, mayor, critical) ist das Eingreifen durch den Menschen sinnvoll und notwendig. Wird beispielsweise mehrmals ein Kurzschluss abgeschaltet, ist es bereits nach dem zweiten Mal nicht sinnvoll eine erneute „Draufschaltung“ (auf den Kurzschluss) durchzuführen. Bei einer Unterspannungsabschaltung ist jedoch beispielsweise eine automatische Wiedereinschaltung Grundvoraussetzung.

Damit stellt sich noch die Frage des „Secure Access“. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass diese Systemlösungen hauptsächlich als Master-Slave-Systeme aufgesetzt sind, d.h. der Zugriff erfolgt nicht direkt, sondern über das Mastersystem. Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Power-D-Box hinsichtlich Schützen-Schalten-Überwachen ein breites Feld an Applikationsanwendungen bedienen kann. (jup)

* *Richard Mehl ist Leiter der Produktsparte Communications & Systems bei E-T-A.

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