Durchflussmessung

Strömungswächter mit Bypass

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Große Durchflüsse bei hohen Temperaturen überwachen

Damit die Temperaturführung des Kunststoffs im Glättwerk optimal ist, muss jede Walze einzeln temperiert werden. Die Temperierung erfolgt mit Wasser, das in einem Primärkreislauf von einer Pumpe umgewälzt wird. Der Nenndurchfluss hängt vom Glättwerktyp, dem Kunststoff und dem Durchsatz ab. Das Wasser wird während der Zirkulation gefiltert und in einem Wärmetauscher abgekühlt. Damit die Temperierung der Walzen gewährleistet ist, muss der Wasserstrom im Primärkreislauf kontinuierlich überwacht werden. Hierzu werden Strömungswächter der Firma Meister Strömungstechnik verwendet.

Da die Temperatur im Primärkreislauf bis 160 °C ansteigen kann, werden Strömungswächter verwendet, die auf dem mechanischen Schwebekörper-Prinzip basieren und somit keine temperaturempfindliche Elektronik benötigen. Die eingesetzten Geräte der Baureihe WBM-65 wurden für Anwendungen entwickelt, bei denen eine elektrische Grenzwertüberwachung von großen Durchflüssen erfolgen soll, die Überwachung mit elektronischen Messprinzipien aber nicht möglich oder zu aufwendig ist.

Sie nutzen das mechanische Schwebekörper-Prinzip mit all seinen Vorteilen. Sie zeichnen sich durch schnelle Ansprechzeiten, durch Zuverlässigkeit, Robustheit und hohe Reproduzierbarkeit aus. Durch die integrierte Rückstellfeder können die Geräte lageunabhängig eingebaut werden. Um bei großen Durchflüssen den Druckverlust zu minimieren, wurden die Geräte mit einem integrierten Bypass ausgestattet. Hierdurch haben die Strömungswächter bei Durchflüssen innerhalb ihres Messbereiches einen maximalen Druckverlust von 0,3 bar. Dabei behalten die Geräte ihre kompakte Bauform und Robustheit.

Für die elektrische Überwachung sind die kolbenförmigen Schwebekörper mit Magneten bestückt, die einen außerhalb vom Gehäuse angebrachten Reed-Kontakt ansteuern. Dieser ist in einem komplett vergossenen Schaltgehäuse untergebracht, wodurch in Abhängigkeit vom gewählten Anschluss (Steckverbinder oder Kabel) die Schutzklassen IP65 bzw. IP67 erreicht werden. Der Reed-Kontakt benötigt keine zusätzliche Spannungsversorgung.

Die Ausführung des Strömungswächters

Für die Überwachung des Primärkreislaufs der Glättmaschine wird eine Ausführung mit zwei Schaltkontakten verwendet, die für Medientemperaturen bis 160 °C eingesetzt werden kann. Der erste Schaltkontakt soll eine Vorwarnung bei einem Absinken des Zirkulationsstromes auf einen Wert von unter 15 m3/h geben. Der zweite Kontakt überwacht einen Abschaltwert von 10 m3/h. Die Schaltpunkte werden nach Vorgaben des Anwenders werkseitig fest eingestellt und auf einem Prüfstand überprüft. Der Prozessanschluss in der Standardausführung erfolgt über PN 16 Flansche. Optional sind Geräte für höhere Drücke, höhere Temperaturen oder mit anderen Prozessanschlüssen erhältlich.

Nachdem der Glättprozess abgeschlossen ist, werden die Platten je nach Verwendungszweck zu den weiteren Bearbeitungsschritten transportiert. Der Weg dorthin ist als Abkühlstrecke konzipiert, so dass die Platten beim nächsten Produktionsschritt die optimale Bearbeitungstemperatur aufweisen. Zum Abschluss des Produktionsprozesses werden die Platten auf das gewünschte Maß geschnitten und gestapelt.

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