Elektromobilität

Start-up baut günstiges E-Auto für die Stadt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Den E.Go Life gibt es in drei Versionen – die günstigste ist schon ab 15.900 Euro erhältlich.
Den E.Go Life gibt es in drei Versionen – die günstigste ist schon ab 15.900 Euro erhältlich. (Bild: E.Go Mobile AG)

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Mit einem E-Auto ab 15.900 Euro will das Start-up E.Go Mobile die E-Auto-Branche aufrütteln. In einer modernen Fabrik nach Industrie-4.0-Standards startet jetzt die Produktion – ab Ende 2018 werden die ersten elektrischen Stadtflitzer dann ausgeliefert.

Im Werk 1, einer Industrie-4.0-Vorzeigefabrik, entsteht das Elektrostadtauto E.Go Life. Das Start-up E.Go Mobile AG, das hinter dem elektrischen Stadtauto steht, verspricht ein kostengünstiges und praktisches E-Fahrzeug – ab 15.900 Euro. Jetzt wurde das Werk 1 eröffnet und hat die Produktion aufgenommen, die erste Kundenauslieferung soll Ende des Jahres erfolgen.

Elektroauto-Basisversion ab 15.900 Euro

Der E.Go Life ist ein besonders günstiges elektrisches Stadtauto. Das E-Auto kommt in drei Leistungsstufen: Mit 20, 40 und 60 kW. Die Robert Bosch GmbH ersetzt den bisherigen 48-Volt-Antrieb durch einen 230-Hochvolt-Elektromotor. Die Basisversion mit 20 kW schafft somit eine reale Reichweite von 104 km und kostet 15.900 Euro. Der E.Go Life 40 schafft 150 km/h und hat eine reale Reichweite von 114 km. Der E.Go Life 60 beschleunigt von 0 auf 50 km/h in 3,2 Sekunden und kommt mit einer 23,9 kWh Batterie auf reale 154 km Reichweite.

Das Fahrzeug ist über eine speziell entwickelte Customer App vollständig vernetzt. Unmittelbar nach der Bestellung erhält der Kunde den Zugangsschlüssel zu seinem persönlichen App-Bereich. Hier findet er alle relevanten Daten, die konkret sein Fahrzeug betreffen, zum Beispiel den Ladestatus oder auch Statistiken, die sein Fahrverhalten auswerten. Der Kunde kann zusätzlich innerhalb seines Wohnbereiches die Reichweite seines Autos abfragen, es vorwärmen oder optimierte Routen errechnen lassen. Neben dem Entwurf der App erleben die Besucher erstmals den Fahrzeugkonfigurator des E.Go Lifes, der durch Whitemodel-Darstellungen visuell vermittelt, welche Konfigurationen möglich sein werden.

Industrie-4.0-Vorzeigefabrik produziert 10.000 Fahrzeuge im Jahr

Das auf 16.000 m² errichtete Werk im Triwo Technopark umfasst Montage- und Logistikhallen sowie Büroflächen. 142 Mitarbeiter stellen dort nach Serienanlauf im Einschichtbetrieb jährlich 10.000 Fahrzeuge her. Für Mitte 2019 plant E.Go Mobile die Einführung einer zweiten Schicht, um die Produktionskapazität auf 20.000 Fahrzeuge im Jahr zu erhöhen. Die Produktion der Vorzeigefabrik ist gekennzeichnet von digitaler Kontinuität von der Entwicklung über den Einkauf bis zur Montage, und das sowohl in der Prozessdefinition als auch im Materialfluss.

Neben Werk 1 baut die E.Go Mobile AG bereits Werk 2, in dem sie nach Fertigstellung die Karosserie für den E.Go Life herstellt. Für das dritte Projekt der E.Go Mobile AG, den elektrischen Kleinbus E.Go Mover, plant das Unternehmen bereits Werk 3. Baubeginn ist August 2018.

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Angesichts zunehmender Digitalisierung, Vernetzung von Maschinen und Anlagen oder neuer Software-Tools ändert sich das Aufgabengebiet des Konstrukteurs entscheidend. Grund genug, relevante Artikel für Sie zusammen zu fassen. weiter...

Elektroauto für 30 Millionen Euro Entwicklungskosten

Das Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem RWTH Aachen Campus ermöglichte der E.Go Mobile AG eine schnelle, marktnahe Entwicklung zu niedrigen Herstellungskosten. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützte den Aufbau der Produktionsstätte mit einer Förderung nach dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm NRW (RWP). Bei dem Elektro-Stadtfahrzeug wollten die Forscher zeigen, dass mit Industrie 4.0 hochiterative Entwicklungsprozesse und eine besonders kostengünstige Prototypen- und Kleinserienproduktion möglich sind.

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Das E.Go-Team erprobt zusammen mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen den Scrum-Prozess für die Fahrzeugentwicklung. Der erste Prototyp wurde dabei zu 30 % aus 3-D-gedruckten Komponenten aufgebaut. Eine PLM-Software erlaubte, verschiedene funktionale Prototypen – real und virtuell – aufzubauen und in dezentralen Teams parallel zu entwickeln. Der E.Go Life hat wegen des Industrie 4.0-basierten Entwicklungsprozesses nur 30 Millionen in der Entwicklung gekostet.

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