Automatisierung
Standard – und dennoch individuell

Von Liebherr-Verzahntechnik 5 min Lesedauer

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Mit dem Palettenhandhabungssystem PHS 10000 Pro von Liebherr-Verzahntechnik hat der Werkzeugmaschinenhersteller Grob die Eigenfertigung von Maschinenkomponenten automatisiert und eine Produktivitätssteigerung von ca. 45 Prozent erreicht.

Das lineare Palettenhandhabungssystem PHS 10000 Pro von Lieberherr-Verzahntechnik besteht besteht bei Grob aus einem Schwerlastspeicher, der Palettenspeicherplätze für 16 Werkstücke bietet.(Bild:  Liebherr)
Das lineare Palettenhandhabungssystem PHS 10000 Pro von Lieberherr-Verzahntechnik besteht besteht bei Grob aus einem Schwerlastspeicher, der Palettenspeicherplätze für 16 Werkstücke bietet.
(Bild: Liebherr)

Die Grob-Werke GmbH & Co. KG ist ein global agierendes Familienunternehmen für die Entwicklung und Herstellung von Produktions- und Automatisierungssystemen, ausgestattet mit hoher Fertigungstiefe und großem Eigenfertigungsanteil. Grob verfügt bereits über einen hohen Automatisierungsgrad und baut diesen kontinuierlich aus. Ziel ist eine Rund-um-die-Uhr-Produktion mit minimalem Personaleinsatz. „Das ist Teil unserer Strategie zur Standortsicherung in Deutschland. Wir möchten durch die Automatisierung einerseits auf die demographische Entwicklung reagieren als auch andererseits bei immer mehr steigenden Lohn- und Anlagennebenkosten weiterhin wettbewerbsfähig bleiben“, erklärt Jürgen Kreibich, Abteilungsleiter in der Großteilefertigung bei Grob.

Modernisierung in kürzester Zeit

In Zuge dessen sollten zwei 4-Achs-Bearbeitungszentren modernisiert, umgerüstet und mit einem Linearspeicher sowie automatischer Beladung verkettet werden. Auf den Maschinen werden große Gussteile für das eigene Produktportfolio bearbeitet, zum Beispiel Spindelgehäuse, Tischkonsolen oder Bearbeitungsschlitten. Jedes Teil wiegt bis zu 6 Tonnen, mit Palette und Spannvorrichtung ergeben sich bis zu 8 Tonnen. Die manuelle Maschinenbeladung mittels Palettenwechsler mit Nullpunkt-Spannsystem und Hydraulikkran verursachte lange Rüstzeiten; hauptzeitparalleles Rüsten war mit größerem Aufwand verbunden. Das Automationsprojekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert, was allerdings gleich die erste Herausforderung mit sich brachte: die Förderung war an einen sehr engen Zeitrahmen gekoppelt.